Von Altstadt auf Datenautobahn

Der Stadtrat stellt die Weichen, damit die Altstadt über freie WLAN-Zugänge näher an die Weiten des Internet heranrücken kann. Bild: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
26.01.2015
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Der von der Jungen Union beantragte freie WLAN-Zugang für die Altstadt ist näher gerückt. Quer durch die Stadtratsfraktionen stieß der Vorschlag auf positive Resonanz. Die nötigen Haushaltsmittel sollen schon heuer bereitgestellt werden.

Als "kleinen Mosaikstein zur Stärkung der Innenstadt" sah Alexander Trinkmann, CSU-Stadtrat und bis vor kurzem noch JU-Vorsitzender, das Vorhaben. Von der Möglichkeit, in der Altstadt zum Nulltarif ins Netz zu gehen, erhoffe sich die Junge Union eine erhöhte Frequenz für die Gewerbetreibenden. "Vor allem für Jugendliche würde die Altstadt interessanter", so der Text des am 3. November 2014 eingereichten Antrags (siehe Link rechts oben neben diesem Beitrag).

Standortfaktor WLAN

Die grundsätzliche Unterstützung der Verwaltung stellte Bürgermeister Martin Birner in Aussicht: Freies WLAN sei in vielen Bereichen mittlerweile ein wichtiger Standortfaktor. Laut den Sitzungsunterlagen seien nach ersten Gesprächen drei Anbieter in der Lage, Hotspot-Lösungen anzubieten. An verschiedenen Standorten im Kernstadt-Bereich sei die Bereitstellung von kostenlosen Internet-Zugängen ohne größeren Kostenaufwand möglich; hier seien bereits Glasfaserleitungen verlegt. Lediglich für die Anbindung entstünden der Stadt Kosten, die noch näher untersucht werden müssten.

Vorgesehen ist, dass die WLAN-Nutzung für alle Nutzer täglich bis zu einer halben Stunde kostenfrei ist. Mit den möglichen Anbietern soll noch abgeklärt werden, ob auch eine vom Datenvolumen abhängige Nutzung möglich wäre. Die Einrichtung des drahtlosen Zugangs selbst würde auf Kosten des jeweiligen Anbieters erfolgen, auch der Betrieb und die damit verbundenen Haftungsfragen liege im Verantwortungsbereich der Firmen.

Bürgermeister Birner wies darauf hin, dass die Firma Amplus heuer den Breitbandausbau im Stadtgebiet und in den Ortsteilen bewältigt. Auch dabei soll versucht werden, in möglichst allen Ortsteilen für bessere Verbindungsraten zu sorgen. Dies gelte vor allem für Dörfer, die nicht im eigentlichen Erschließungsgebiet liegen wie beispielsweise Thann, Haslarn oder Hofenstetten.

Für die SPD sah Margot Weber dieses Angebot insbesondere für den Tourismus interessant. Der Möglichkeit, im Stadtbereich einen halbstündigen kostenfreien WLAN-Zugang anzubieten, werde sich die Fraktion nicht verschließen, zumal die rechtliche Verantwortung beim Anbieter liege. Als "gute Sache" empfand auch Martin Scharf (Freie Wähler) den JU-Antrag, mit einem kostenfreien WLAN-Zugang erkenne die Stadt die Zeichen der Zeit und bleibe damit auch "konkurrenzfähig".

Prüfauftrag an Verwaltung

Einstimmig ging das Gesuch der Jungen Union über den Ratstisch. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, die technische Umsetzung und die Kosten für einen freien WLAN-Zugang im Altstadtbereich abschließend zu prüfen und die erforderlichen Kosten im Haushalt 2015 einzuplanen. Als vorrangige Standorte sollen die Bereiche Rathaus/Schrannenplatz, Burganlage/Burghof inklusive Jobplatz, Erlebnisbad und Schwarzachtalhalle geprüft werden.
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