Vor Finale beim Abwasser

Lokales
Neunburg vorm Wald
21.11.2014
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Ein Wirtschaftsjahr verblasst allmählich, ein neues kündigt sich an. Vor diesem Hintergrund hat der Werkausschuss der Stadtwerke mehrere einstimmige Beschlüsse gefasst.

Zunächst lag dem Gremium der Bericht der Werkleitung über das Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2013 vor. Der durch den Kommunalen Prüfungsverband festgestellte Jahresabschluss wies unter dem Strich ein Defizit von 54 123 Euro aus. Die laut Werkleiter Willi Meier angestrebte "schwarze Null" habe ein defekter Tauchtropfkörper in der Kläranlage Hofenstetten verhindert, der für 100 000 Euro repariert werden musste.

Auf Kurs zu bleiben scheint das aktuelle Wirtschaftsjahr. Zur Zeit erwartet der Werkleiter "keine besonderen Abweichungen mehr". Die Stadträte, die unter Leitung von zweiter Bürgermeisterin Margit Reichl tagten, konnten also das nächste Stadtwerke-Jahr auf den Weg bringen, für das ein leichter Überschuss von 10 600 Euro angestrebt ist. Angesichts eines Gesamtvolumens im Wirtschaftsplan von 2,55 Millionen Euro sei dies mit einem ausgeglichenen Ergebnis gleichzusetzen.

Förderbescheid liegt vor

Der Werkleiter verwies darauf, dass die Gebühren und Beiträge seit mittlerweile zwölf Jahren konstant geblieben sind. Ob es Änderungen gibt, sei erst nach der Nachkalkulation für den Zeitraum 2012 bis 2015 abzusehen. Ein Schlussstrich wird 2015 unter das städtische Abwasserkonzept gezogen. Wie berichtet wird zum Finale noch der Ortsteil Warberg angeschlossen. Für dieses Projekt sei vergangene Woche der Bewilligungsbescheid für die Förderung eingetroffen, teilte Meier mit. Einstimmig leiteten die Ausschussmitglieder das Zahlenwerk an den Stadtrat weiter und empfahlen damit die Zustimmung.

Grünes Licht gab es auch für die Aufnahme eines Kredits von 1,11 Millionen Euro bei der Sparkasse. Das Geld wird verwendet, um den Kanalbau in den Ortsteilen Meißenberg, Stetten und Zeitlarn über die Bühne zu bringen. Die Kreditaufnahme war bereits im Wirtschaftsplan vorgesehen, sei bisher aber nicht benötigt worden, erklärte Meier.

Als "rein steuerrechtliche Formalie" beschrieb der Werkleiter die vom Prüfungsverband angeregte künftige Abrechnung der Photovoltaikanlagen auf den Kläranlagen. Nachdem diese mittlerweile als "Betriebe gewerblicher Art" gesehen werden, müssen sie in der Bilanz sowie bei der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert betrachten werden. Für eine "saubere Abbildung gegenüber den Steuerbehörden" werden unter anderem aus dem städtischen Abwasser-Eigenbetrieb 40 000 Euro in das Eigenkapital der Solaranlagen eingezahlt. Das Gremium war mit dieser Marschroute einverstanden.

Prüfung im "Jahrespaket"

Zuletzt erhielt die Firma AWP Wirtschaftstreuhand GmbH für 8250 Euro den Auftrag zur Prüfung der Stadtwerke-Jahresabschlüsse 2011 bis 2013. Für eine Zusammenfassung der drei Geschäftsjahre hat die Bezirksregierung ihr O.k. gegeben. Der Werkleiter informierte noch, dass der Kostenaufwand für die Sanierung der Regenwasserkanäle beim Umbau der "Männer-Kreuzung" auf rund 30 000 Euro geschätzt wird. Die Ausschreibung werde im Paket, zusammen mit den weiteren Gewerken, erfolgen.
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