Vorentwurf für neue Sporthalle an der Grundschule Ledererstraße passiert Stadtrat
Schulsport in neuer Dimension

Die Planzeichnung des Neunburger Architekturbüros Steidl zeigt den Vorentwurf für die neue Grundschulturnhalle aus Richtung Nordwesten. Der Stadtrat hat den Neubau mit einer Gegenstimme genehmigt. Repro: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
24.01.2015
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Im Gebälk stecken fast 60 Jahre Schülerschweiß. Bei der Generalsanierung der Grundschule soll an der Ledererstraße eine neue Sporthalle entstehen. Der Vorentwurf für das Projekt hat am Donnerstag den Stadtrat passiert.

Bereits im Dezember hatte der Bauausschuss erste Weichen für die neue Turnhalle gestellt und grünes Licht für den Antrag gegeben. Der Hallen-Neubau soll nach aktuellem Stand der letzte Abschnitt der Schulsanierung werden, laut Verwaltungsleiter Peter Hartl wird es voraussichtlich 2018 soweit sein.

Architekt Michael Steidl erläuterte den Stadträten den Vorentwurf für die geplante Einfachsporthalle. Der alte Bau aus dem Jahr 1959 soll durch eine neue Halle mit Grundmaßen von 37,24 Metern mal 18,725 Metern ersetzt werden. Insgesamt werde der Neubau "um etwa ein Drittel größer", führte der Planer aus. Er soll die Grundlagen dafür schaffen, damit der Schulsport den aktuellen pädagogischen und sicherheitstechnischen Anforderungen genügt.

Pultdach neigt sich

Die Planung sieht unter anderem vor, dass ein rechteckiger Baukörper mit Pultdach dem Unterrichtsgebäude parallel gegenübergestellt wird. Das Bauwerk soll auf Ortbetonfundamenten gegründet werden, für die Tragkonstruktion sind eingespannte Stahlbetonstützen mit aussteifenden Stahlbetondecken und -wandplatten vorgesehen. Ein geneigtes Pultdach wird die Halle krönen. Die Turnhalle erhält bis zu einer Höhe von mindestens zwei Metern eine Prallwand-Verkleidung, als Bodenbelag ist beispielsweise "schwimmender Estrich" in den Nebenräumen und ein Schwingboden in der Halle selbst vorgesehen.

Bei den technischen Anlagen erfolgt die Versorgung mit Wärme, Wasser und Strom über das Schulhaus. Die Lüftungsanlage ist mit Wärmerückgewinnung vorgesehen, die elektronische Ausstattung sieht Fernmeldetechnik, Hausalarm- und Brandmeldeanlage vor. Die Beleuchtung und verschiedene Sportgeräte in der Halle sollen über ein Tableau im Regieraum geregelt werden können. Die Außenanlagen sollen im Zuge der Umgestaltung dem Turnhallenneubau angepasst werden.

2,5 Millionen Euro Kosten

Die Kostenschätzung sieht für die Turnhalle eine Gesamtsumme von 2,53 Millionen Euro vor. Bürgermeister Martin Birner versicherte, dass bei der weiteren Planung auf Einsparmöglichkeiten geachtet werde. Nachdem es sich bei den Summen bis dato aber lediglich um eine Schätzung handle, sei diese Aufstellung "noch nicht allzu belastbar". Der Vorentwurf wurde schließlich mit 18:1 (Gegenstimme Anton Scherr) genehmigt.

Mit der Sanierung der Grundschule geht es heuer los: Im ersten Anlauf erhält der Unterrichtstrakt einen Erweiterungsbau, im nächsten Schritt soll die Pausenhalle durch einen neuen Verwaltungs- und Pausenhallentrakt ersetzt, das Bestandsgebäude saniert werden.
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