Waldbesitzervereinigung verzeichnet 61 000 Festmeter Holzeinschlag - Mitglieder bewirtschaften ...
Konstante Zahlen bei Holzvermarktung

Zweiter Vorsitzender Martin Prey (rechts) leitete die Jahresversammlung der Waldbesitzervereinigung. Geschäftsführer Alfons Vogl (Mitte) und Michael Stahl (Treukontax Schwandorf) hielten aufschlussreiche Vorträge.
Lokales
Neunburg vorm Wald
02.04.2015
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Groß war das Interesse an der Jahreshauptversammlung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Neunburg/Oberviechtach. Zweiter Vorsitzender Martin Prey blickte auf ein "ruhiges Jahr ohne Stürme und großen Käferbefall" zurück.

Wie Prey in der Schwarzachtalhalle ausführte, hätten aber die vergangenen beiden milden Winter den Hackschnitzel- und Holzabsatz etwas gebremst. Dennoch sei die gleiche Menge an Holz vermarktet worden wie im Jahr zuvor. Martin Prey erwähnte zahlreiche Informationsveranstaltungen und verwies auf die Inbetriebnahme des neuen Holzhäckslers, Bodenbearbeitungen in Kiefern-Altbeständen, die Vorführungen einer Trommelsäge, die Brennholzaufarbeitung mit der Hochleistungssäge "Hannibal" sowie zwei Fahrten zur Messe Interforst. Forstpflanzenbestellungen und Holzmarktgespräche gehörten ebenfalls zur Aufgabe der WBV, die damit einen wichtigen Wirtschaftsfaktor zur Wertschöpfung in der Region darstelle. Als besonderes Ereignis rief Prey die Lieferung eines Christbaums aus Nabburg an die bayrische Vertretung in Brüssel in Erinnerung. "Das war eine gute Werbung für uns", freute er sich und dankte dem THW mit Hans Deyerl an der Spitze, dem Bauernverband und dem Landratsamt.

Geschäftsführer Alfons Vogl verzeichnete eine Einschlagsmenge von 61 000 Festmetern Holz im abgelaufenen Jahr, die von 570 vermarktenden Mitgliedern erreicht wurden. Diese Menge Holz aus Normaleinschlag und Durchforstungen erfordere unermüdlichen Einsatz der WBV sowie intensive Zusammenarbeit mit den Revierförstern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Insgesamt gehören 1841 Mitglieder der WBV an, die eine Fläche von 13 000 Hektar bewirtschaften. Den Kassenbericht stellte Michael Stahl von der Treukontax Schwandorf vor. Er bestätigte der WBV vorbildliche Arbeit und optimale wirtschaftliche Ausrichtung durch einen Umsatz von 4,7 Millionen Euro und stabile Verhältnisse. Im Anschluss wurden die Kassenprüfer Josef Heiland und Josef Bauer für ein weiteres Jahr im ihren Ämtern bestätigt. Zwei Gastreferenten aus Plattling und Hengersberg stellten anschließend ihre holzvermarktenden Firmen vor.

Die Revierförster Fritz Reichert und Michael Forster erläuterten die neuen waldbaulichen Fördermöglichkeiten. Die Geschäftsführerin der Forstwirtschaftlichen Vereinigung der Oberpfalz, Martina Möhl, motivierte die Waldbesitzer, ihre Bestände zu nutzen. BBV-Vertreter Alfred Bauer und stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl beglückwünschten die WBV zur erfolgreichen Arbeit und appellierten an die Waldbesitzer, weiterhin Holz zu machen, damit diese und auch die Firmen der Region daraus ihren Nutzen ziehen können.
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