Wasserretter rüsten kräftig auf

Mitglieder der Wasserwacht-Ortsgruppe um Vorsitzenden Christian Blend (Fünfter von rechts) präsentieren stolz die neuen Ausrüstungsgegenstände. Bild: hfz
Lokales
Neunburg vorm Wald
05.11.2014
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Statt mit der privaten Ausrüstung rücken die Mitglieder der Wasserwacht-Ortsgruppe Neunburg nun in speziellen "Wasserretteranzügen" aus. Für die neue Ausstattung hat der Verein auch tief in die eigene Tasche gegriffen.

Nach dem Hochwassereinsatz im Vorjahr musste die Wasserwacht einiges an Ausrüstung aussondern. Öl und Chemikalien hatten vor allem Neoprenanzüge und zugehörige Gegenstände zur Wasserrettung beschädigt. Nun, ein Jahr später, gelang es endlich, einige der Gegenstände zu ersetzen, andere mussten von der Ortsgruppe aus eigener Kasse bezahlt werden.

Während die Mitglieder für Einsätze und Übungen bislang häufig auch auf private Tauchanzüge zurückgreifen mussten, stehen jetzt sechs neue "Wasserretteranzüge" zur Verfügung. Diese speziellen Neoprenanzüge sind für Taucheinsätze unter einfachen Bedingungen geeignet. Zusätzlich wurden zwei neue Geräte, eine Schleifkorbtrage und ein "Kombicarrier", mit einem Zuschuss des Freistaats Bayern angeschafft.

Die Schleifkorbtrage dient zum Transport eines Patienten aus steilem Gelände und zur Eisrettung. Mit einem Hebegeschirr können Patienten per Hubschrauber oder durch spezielle Höhenrettungseinheiten geborgen werden. Der "Kombicarrier" ähnelt der aus dem Rettungsdienst bekannten Schaufeltrage und dem "Spineboard". Mit diesem Gerät kann ein Verunglückter schonend aufgeladen und mit möglichst wenig Bewegung der Wirbelsäule fixiert oder auf eine andere Trage umgebettet werden. Im Bereich der Wasserrettung ermöglicht das schwimmfähige Gerät eine schnelle und schonende Rettung in ein Motorboot.

Die Ortsgruppe der Wasserwacht freut sich über ihr neues Arbeitsgerät und ist schon gespannt auf die kommenden Übungen. Auch wenn die hohe finanzielle Eigenleistung die Ortsgruppe enorm belastet, ist diese Investition für einen modernen Wasserrettungsdienst dringend notwendig. Da im Bereich Tauchen noch immer auf die private Ausrüstung der Rettungstaucher zurückgegriffen werden muss, stehen die nächsten Beschaffungen schon auf dem Plan.
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