Weg in die Arbeitswelt ebnen

Für das "Praktikum nach 1" fiel in den Räumen der Firma Steininger (links Geschäftsführerin Michaela Dettmann) der Startschuss. Im Beisein der Schüler und weiterer Firmenvertreter wünschten Mittelschul-Rektorin Irene Träxler (Zweite von links), Lehrkraft Christian Schießl (Fünfter von rechts) und Bürgermeister Martin Birner dem Projekt einen guten Verlauf. Bild: pko
Lokales
Neunburg vorm Wald
12.03.2015
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In der achten Jahrgangsstufe sollen die Mittelschüler auf das Arbeitsleben vorbereitet werden. Einen noch besseren Einblick in die Berufswelt soll den Jugendlichen das neue Projekt "Praktikum nach 1" vermitteln.

Die Auftaktveranstaltung für die ersten Jugendlichen, die in den Genuss dieses Langzeitpraktikums kommen, fand in der Firma Steininger statt. Geschäftsführerin Michaela Dettmann hieß Schüler, Lehrer und Vertreter der beteiligten Betriebe in ihrer Empfangshalle willkommen. Die Baufirma Steininger integriert gleich zwei Praktikanten in ihren Arbeitsablauf und wird "das Projekt aufmerksam verfolgen", versprach Dettmann. Weitere zwölf Betriebe aus Neunburg und ein Finanzbüro aus Dieterskirchen beteiligen sich an dem Projekt.

Für besseren Eindruck

Zusätzlich zu den Wochenpraktika sieht das "Praktikum nach 1" an einem Tag pro Woche, immer Donnerstag, nachmittags für drei Stunden vor, "zur Arbeit zu gehen". Die Aktion läuft ab sofort bis zum Ende des Schuljahres. Lehrer und Firmenchefs sahen einen großen Vorteil darin, dass über einen längeren Zeitraum regelmäßig mit den Schülern gearbeitet werden kann. Den künftigen Auszubildenden kann ein genaueres Berufsbild vermittelt werden, und die Ausbilder gewinnen einen unverfälschteren Eindruck vom Praktikanten. "In einer Woche kann man sich leichter verstellen", war die vorherrschende Meinung. Rektorin Irene Träxler freute sich, dass die Mittelschule so schnell auf den Zug aufspringen konnte. "Das geht natürlich nur mit engagierten Firmen, die in Neunburg angesiedelt sein sollten", bedankte sie sich bei den Unterstützern. Großer Dank gebühre dem Lehrer der Ganztagsklasse, Christian Schießl, der mit Herzblut hinter der Ausbildung der Kinder stehe. "Unser Ziel ist es, den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern", führte Schießl aus. Dazu gehört auch, dass die Praktikanten feinsäuberlich und handschriftlich ein Berichtsheft führen. So könnten sie die Schnupperlehre noch einmal Revue passieren lassen. Das Praktikum fließt mit in die Noten ein, und wer weiß, vielleicht springt dabei sogar eine Lehrstelle heraus. Auf die erfreuliche Entwicklung der Schule und das Zusammenspiel mit der Wirtschaft war auch Bürgermeister Martin Birner stolz. Er dankte den engagierten Lehrern, die den Schülern eine "Riesenchance" ermöglichten.

"Betriebe entlasten"

Christian Schießl bedankte sich für die Unterstützung durch Schulverband und Schulleitung, die unter anderem den Einsatz von Bussen für das Praktikum ermögliche. Er teilte die Schüler den Betrieben zu und wünschte, "die Kinder sollen keine Belastung für sie sein, sondern eine Entlastung".
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