Wegweiser für den Feuerschutz

Bereits über 300 000 Kilometer hat das Mehrzweckfahrzeug 2 der Stützpunktwehr Neunburg auf den Achsen. Der Stadtrat hat für den Kauf eines allradgetriebenen Mannschaftstransportwagens als Ersatz gestimmt. Bild: hfz
Lokales
Neunburg vorm Wald
21.11.2014
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Beim Brandschutz strebt der Stadtrat Planungssicherheit an. Ein neues Inventar erfasst Ausstattung und Zustand aller 20 Fahrzeuge und Spritzenanhänger der städtischen Wehren. Im Rathaus will man sich rechtzeitig für Ersatzbeschaffungen wappnen.

Bis zum Jahr 2020 reicht dieses Fahrzeugkonzept, das sich der Stadtrat vor allem aus Gründen der Transparenz gewünscht hat. Bürgermeister Martin Birner signalisierte in der Sitzung am Donnerstag, dass die erfassten Daten laufend ergänzt werden sollen. Nötige Investitionen würden auch im städtischen Haushalt dokumentiert. Konkrete Anschaffungen muss nach wie vor der Stadtrat absegnen.

Drehleiter ein Jahr früher

Das erste Häkchen hat das Gremium hinter die neue Drehleiter der Neunburger Stützpunktwehr gemacht. Ursprünglich sollte erst 2017 der Neukauf getätigt werden, nun waren die Räte einstimmig dafür, schon ein Jahr früher zu investieren. Bei 26 Nutzungsjahren auf den Achsen soll nicht mehr zu viel Geld in Reparaturen investiert werden. Gerade aktuell wird das Fahrzeug nach einem Kabelbruch der Korbsteuerung bei der Firma Metz (Karlsruhe) gerichtet. Laut Bürgermeister werde zwar nur das Nötigste getan, trotzdem muss mit Kosten von rund 8000 Euro gerechnet werden. Darin ist auch der Aufwand für eine Mietdrehleiter mit 154,70 Euro pro Tag enthalten.

Zweite Bürgermeisterin und Feuerwehrbeauftragte Margit Reichl begrüßte diese "Richtlinie für den Stadtrat" und sah sie als "Zeichen, dass wir zu 100 Prozent zu unseren Feuerwehren stehen". Als "unumstritten" sah sie den früheren Kauf der Drehleiter an. Bei einem Notfall würden die nächstgelegenen Leitern in Schwandorf oder Nittenau erst nach rund 35 Minuten in Neunburg eintreffen - "das ist zuviel Zeit". Die CSU-Fraktion werde Konzept und Leiter-Kauf zustimmen.

Auch SPD und Freie Wähler gaben ihr Einverständnis. "Mit dem Konzept sehen wir was auf uns zukommt", so FW-Stadtrat Florian Meier. Zusätzlich plädierte er für ein jährliches Gespräch mit Stadtspitze und Kommandanten, um Investitionen für benötigte Ausrüstung koordinieren zu können.

Auch die nächste Ersatzbeschaffung wurde auf den Weg gebracht. Gegen die Stimme von CSU-Stadtrat Peter Schießl genehmigte das Gremium den Kauf eines allradgetriebenen Mannschaftstransportwagens für die Wehr Neunburg. Er soll das bisherige Mehrzweckfahrzeug 2 ablösen, das über 300 000 Kilometer auf dem Tacho hat. Nachdem der Feuerwehrverein 20 000 Euro Zuschuss aus eigener Tasche bereitstellt und eine staatliche Förderung von 10 500 Euro erwartet wird, müsste die Stadt - bei einem Kaufpreis von etwa 60 000 Euro - rund 26 500 Euro selbst tragen.

Zusätzlich wird das Mehrzweckfahrzeug 1 der Neunburger mit zeitgemäßer Informations- und Kommunikationstechnik (PC, Drucker, Internetanschluss) ausgerüstet, um über einen "schlagkräftigen Einsatzleitwagen" (Margit Reichl) zu verfügen. Für Um- und Einbau zahlt die Stadt 6000 Euro, die nötigen Geräte (2500 Euro) kauft die Feuerwehr.
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