Weltzentrum des Granitabbaus

Mit anschaulichen und humorvollen Ausführungen zog Ludwig Bauer, Leiter des Granitzentrums Hauzenberg, die Besucher in seinen Bann. Bild: weu
Lokales
Neunburg vorm Wald
03.11.2015
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Wie Granit, ein Gestein der ostbayerischen Gegend, die Wirtschaft, Kultur und das Leben der Menschen seit Jahrhunderten geprägt hat, erlebte eine Besuchergruppe der Akademie für Natur und Industriekultur im Granitzentrum Hauzenberg.

Hausherr Ludwig Bayer, gelernter Steinmetz und Bildhauermeister, führte die Gäste im Zeitraffer durch 350 Millionen Jahre, als das Granitgestein im Karbonzeitalter entstand, und illustrierte die Erdgeschichte mittels einer großen Granitwand, Schautafeln und mineralogischen Sammlungen. In der Ausstellung "Steinreich" wurde den Besuchern die Arbeit der Steinmetze an Kirchen, Burgen und Schlössern demonstriert. Durch die Mobilität der Eisenbahn und große öffentliche Aufträge wurde Hauzenberg zum Weltzentrum der Pflastersteinproduktion. In 140 Granitbrüchen arbeiteten bis zu 12 000 Menschen, die oft durch die "Staublunge" einen frühen Tod fanden. Nach einem Gang auf dem "Granit-Erlebnisweg" wurde das Mittagessen im 1816 aus Granitbruchsteinen errichteten Gidibauernhof eingenommen. Den Abschluss der Exkursion bildete die Besichtigung des historischen Petersfriedhofs Straubing.

Besondere Beispiele von Grabmälern aus Stein und Schmiedeeisen und kunstvoll gearbeitete Epitaphien wurden besichtigt, ebenso die romanische Basilika St. Peter, die Agnes-Bernauer-Kapelle und die Totentanzkapelle mit Bildern des Malers Felix Hölzl. Die letzte Fahrt der Akademie führt am 14. November zum Granitbetrieb Herrmann nach Krähhof und zum Geologischen Lehrpfad nach Tännesberg.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www. akademie-neunburg.de
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