Werkschau des Kunstvereins ist Sonntag letztmals zu sehen - Ausstellung von Emmy Klinker in ...
Ausdruck für Gefühle und Gedanken

Die Eröffnung der Werkschau war die erste Amtshandlung der neuen Vorsitzenden Beate Seifert. Bild: hfz
Lokales
Neunburg vorm Wald
17.04.2015
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Die Eröffnung der zweiten Werkausstellung des Kunstvereins "Unverdorben" war die erste Amtshandlung der neuen Vorsitzenden Beate Seifert. Am Sonntag, 19. April, sind die Exponate im Kunstquartier Im Berg von 14 bis 16 Uhr letztmals zu sehen.

Bei der Vernissage hatte Seifert die beteiligten Künstler vorgestellt. Ein besonderer Dank galt der für die Organisation verantwortlichen Kuratorin Renate Ullmann und deren fleißigen Helfern. "Kunst ist eine wesentliche Ausdrucksform für Gefühle und Gedanken, welche den Menschen bewegen. Kunst ist hierbei weniger das, was Kritiker und Spekulanten für wertvoll und handelbar halten, sondern vielmehr all das, worin der Künstler ein Stück von sich selbst gibt." Mit diesen Worten hatte Beate Seifert in die Werkschau eingeführt.

Sie nutzte die Gelegenheit, um den Gästen zwei Neumitglieder als Aussteller zu präsentieren: Artzi Umarowa aus der Ukraine, zurzeit in Bodenwöhr wohnhaft, und Andrasz Olah, ebenfalls aus Bodenwöhr. Aus der altbekannten Unverdorben-Riege zeigen die Malerin Renate Ullmann und die Keramikkünstlerin Veronika Riedl ihre Werke. Michaela Höpfner bereichert die Werkschau durch eine Collage mit wechselndem Material. Der Fotograf Tom Frömel ist mit mehreren sehenswerten Objekten ebenso vertreten wie die Malerinnen Conny Schmid, Tanja Lennert und Beate Seifert. Auch junge Künstler sind präsent - diesmal zeigen Mittelschüler ihre handgefertigten Schmuckkreationen.

Nicht zuletzt bietet die Werkschau bereits einen Ausblick auf die internationale Herbstausstellung "Ahoj 15" beim dritten Neunburger Kunstherbst. Dann werden Werke der Expressionistin Emmy Klinker (1891 bis 1969) zu sehen sein. 1914 hatte sie Mitglieder der Künstlergruppe "Blaue Reiter" kennengelernt, 1938 wurden ihre Bilder von den Nazis als "entartet" befunden. Es folgte Berufsverbot 1944/45 und fünf Monate KZ -Haft in Dachau. In ihrem Alterswerk setzte sich die Malerin mit den Themen Krieg und Unterdrückung auseinander. Die Vorsitzende dankte der Familie Wunder, die diese Ausstellung möglich macht.

Mit einem Zitat von Pablo Picasso beendete Seifert ihre Einführungsrede: "Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben".
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