Zugleich warnt die Wasserwacht: Eis für Sport zu dünn
Eiskalte Übung

Ein Eisrettungstrupp bei der Arbeit: Während sich eine Retterin auf das Eis wagt, werden sowohl sie als auch das Rettungsgerät von Land gesichert. Bild: hfz
Lokales
Neunburg vorm Wald
09.01.2015
1
0
Die Eisdecken sind derzeit auf den Gewässern im Landkreis sehr dünn. Deshalb ist das Thema, das die Wasserwacht in der Praxis aufgriff, äußerst aktuell. Mit ihrer "Schnelleinsatzgruppe Wasserrettung" übte sie die Eisrettung.

Nach einer theoretischen Einweisung rückte das Fahrzeug zum Neunburger Stadtpark aus. Auf den dort teilweise schneebedeckten Wiesen wurden die verschiedenen Rettungsmethoden zunächst trocken ausprobiert und geübt. Zudem wurden an der Uferböschung zur Schwarzach verschiedene Techniken mit der Schleifkorbtrage und mit komplexen Seilsystemen geprobt. Zum Abschluss ging es für die Wasserretter dann aufs Eis - oder besser gesagt ins eiskalte Wasser.

Aufgrund der brüchigen Eisschicht war es fast unmöglich, trocken zum "Patienten" zu gelangen und die "Rettung" gestaltete sich extrem anstrengend. Mittendrin gab es eine jähe Unterbrechung: Die Wasserretter wurden zusammen mit der gesamten Kreiswasserwacht nach Schwandorf gerufen, da dort aufgrund eines Notrufes davon auszugehen war, dass eine Person in die Naab gestürzt ist (wir berichteten). Kurz nach dem Eintreffen stellte sich heraus, dass es nicht erforderlich war einzugreifen.

Anlässlich der dünnen Eisschichten warnt die Wasserwacht vor dem Betreten der Eisflächen. Um Eissport betreiben zu können, sollte das Eis eine Dicke von mindestens 15 Zentimeter aufweisen. Moment sind es jedoch zumeist nur zwei Zentimeter.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.