Zum Jubiläum gibt's eine geklebt

So könnte die mögliche Sonderbriefmarke zur 1000-Jahr-Feier der Stadt Neunburg aussehen. Zur offiziellen Bekanntgabe hatte Bürgermeister Martin Birner einen Vorentwurf mitgebracht. Auf jeden Fall ändern wird sich noch der bisher aufgedruckte Porto-Wert von 58 Cent - die Neunburg-Marke wird einen Betrag von 70 Cent erhalten. Repro: Mardanow
Lokales
Neunburg vorm Wald
27.10.2015
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Die Stadt Neunburg zeigt Zähne - zumindest im Postverkehr. Für die 2017 geplante 1000-Jahr-Feier gibt das Bundesfinanzministerium eine Sonderbriefmarke heraus. Der Porto-Betrag steht bereits fest, das Motiv noch nicht.

Im Rathaus freute sich Bürgermeister Martin Birner über ein "besonderes Ereignis". Bereits Anfang 2014 war im Hinblick auf das Stadtjubiläum eine Sonderbriefmarke beantragt worden. Birner verwies auf die fast 1000-jährige Geschichte Neunburgs und den einstigen Status als Pfalzgrafenstadt - "das wäre schon eine Briefmarke wert". Als Fürsprecher wurde der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier mit ins Boot geholt.

Marke weltweit im Einsatz

Und der überbrachte am Montag die gute Nachricht: "Ich darf Ihnen mitteilen, dass die Stadt Neunburg zum 1000-jährigen Jubiläum im Jahr 2017 eine Sonderbriefmarke der Deutschen Post erhält." Die Entscheidung sei am 6. Oktober im Programmbeirat für Sonderpostwertzeichen gefallen, dem Holmeier seit 2014 angehört. In der vergangenen Woche habe Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Beschluss der Kommission für Sonderbriefmarken bestätigt. "Damit erhält Neunburg eine offizielle Marke der deutschen Post, die weltweit im Einsatz ist."

Wie Holmeier ausführte, bekomme Neunburg ein Postwertzeichen aus der Rubrik "Staat und Gesellschaft", dem speziell auch Stadtjubiläen zugerechnet werden. Als Beispiel nannte er Leipzig, das zum 1000. Geburtstag ebenfalls mit einer Sonderbriefmarke bedacht worden war. Der Abgeordnete lobte die guten Antragsunterlagen aus Neunburg. Insgesamt habe die Kommission 10 Sonderpostwertzeichen beschlossen, 173 Anfragen für Briefmarken seien dem Gremium vorgelegen.

"Das ist eine einzigartige Sache, auf die wir stolz sein können", freute sich Erwin Weinfurtner, Vorsitzender der Briefmarkenfreunde Neunburg. Im ganzen Umkreis gebe es keine Stadt mit einer offiziellen Sondermarke der Post - "weder Cham, noch Amberg, noch Weiden haben so etwas". Besonders begrüßte er, dass die Neunburg-Marke mit einem Porto-Betrag von 70 Cent in den Handel kommen soll - "das sind die Marken, die am meisten verwendet werden". Es sei schön, dass auch mal eine kleine Stadt eine Sonder-Marke erhalte.

"Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass wir das wirklich schaffen", erklärte Bürgermeister Birner und dankte Karl Holmeier für seine Fürsprache in der Auswahlkommission. Die Briefmarke sah er als kostenlose, bundesweite Werbung für Neunburg, gleichzeitig werde damit eine bleibende Erinnerung an das Stadtjubiläum geschaffen.

Jetzt Grafiker im Spiel

Für die Ausfertigung und die bildliche Gestaltung der Briefmarke werden vom Finanzministerium beauftragte Grafiker Verbindung mit dem Rathaus aufnehmen, blickte Holmeier voraus. Als Motiv denkbar seien unter anderem eine Stadt-Silhouette oder eine andere Ansicht Neunburgs. Die offizielle Vorstellung der Sonder-Marke soll 2017 in das Programm der Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum aufgenommen werden.
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