Baufirma verfolgt Planung eines Wohngebiets in Kemnath bei Fuhrn
Wohn-Perspektive fürs Umland

Politik
Neunburg vorm Wald
15.10.2016
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Im Ortsteil Kemnath bei Fuhrn sind die Weichen für ein Neubaugebiet gestellt. Auf den "Kirchenäckern" soll demnächst der Traum vom Eigenheim wahr werden. Diese Initiative einer örtlichen Baufirma stieß im Stadtrat auf breite Zustimmung.

Bauunternehmer Michael Probst aus dem Nachbarort Wundsheim möchte auf den Grundstücken Flurnummer 69 und 70 (Gemarkung Kemnath bei Fuhrn) das rund 1,1 Hektar große Wohngebiet ausweisen, erschließen und Bauparzellen verkaufen. Der Vorentwurf des Architekturbüros Weiß, der in Abstimmung mit der Stadtverwaltung erstellt worden war, sieht derzeit elf Parzellen vor, die an einer Erschließungsstraße mit zwei Wendehämmern liegen. Die Grundstücke sollen im Schnitt zwischen 800 und 900 Quadratmeter groß sein.

Junge Leute am Ort halten


Dieses Projekt sei "absolut zu begrüßen", betonte Bürgermeister Martin Birner in der Sitzung. Er sei davon überzeugt, dass im Kemnath - wegen der Nähe zur Autobahn nach Schwandorf und Regensburg - die Nachfrage nach Bauplätzen weiter zunehmen werde. "Über Generationen ist es verpasst worden, jungen Leuten in Kemnath Möglichkeiten zu bieten, um am Ort bleiben zu können", erklärte Michael Probst seine Beweggründe. Er wolle dies nun selbst in die Hand nehmen.

Einstimmig brachte das Gremium die Aufstellung des Bebauungsplans auf den Weg. Das künftige Baugebiet wird die Bezeichnung "Kirchenäcker" tragen. In der nichtöffentlichen Sitzung lag dann noch der Entwurf für den Erschließungsvertrag mit dem Bauunternehmer auf dem Tisch.

Ein Schlussstrich wurde unter die Änderung des Bebauungsplans "Penting-Ost" gezogen. Ein Anlieger hatte dazu angeregt, den vorgesehenen Wendehammer nicht an, sondern vor seiner Grundstücksgrenze zu errichten, außerdem sollte ein Grünstreifen seine Fläche vom Baugebiet abgrenzen. Für die Verwaltung bezweckte der Antragsteller damit, Erschließungskosten für sein Areal zumindest vorläufig abzuwenden. Dies würde aber den Haushalt belasten und auch zusätzliche Kosten für den Grunderwerb verursachen. Die Räte nahmen den Einwand schließlich zur Kenntnis, hielten ansonsten aber an ihrem Beschluss fest und verabschiedeten die Änderungssatzung ohne Gegenstimme.

Um die Voraussetzungen für den Neubau eines Wohnhauses zu schaffen, hatte der Stadtrat im Juli eine zweite Abrundungssatzung für den Ortsteil Hofenstetten erlassen. Im Zuge der Behördenbeteiligung hatten, sowohl die Bauleitplanung als auch die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt, Einwände vorgebracht. Unter anderem wurde bemängelt, dass die Planung nicht mit einer geordneten baulichen Entwicklung vereinbar sei, außerdem wurden Auswirkungen auf das Landschaftsbild kritisch gesehen. Die Mehrheit des Gremiums teilte diese Bedenken allerdings nicht, lediglich die FWG-Räte Martin Scharf und Walter Drexler stimmten gegen die Abrundungssatzung.

Satzung zur Planaufhebung


Die Teilaufhebung des Bebauungsplans "Östlich der Kröblitzer Straße" ist ebenfalls abgeschlossen. Nach der öffentlichen Auslegung waren keine ablehnenden Stellungnahmen eingegangen, die Stadträte beschlossen die Satzung einstimmig.
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