Blaulicht-Empfang würdigt Engagement von Polizei, Rettungs- und Hilfsorganisationen
Hilfe und Tatkraft als Geschenk

Mit einem "Blaulicht-Empfang" würdigte der CSU-Bezirksverband das vielfältige Engagement bei Polizei sowie Rettungs- und Hilfsdiensten. Die große Zahl an Ehrengästen in der Schwarzachtalhalle machte die Wertschätzung gegenüber allen deutlich, die ehrenamtlich und beruflich für die Sicherheit und bei Notfällen tätig sind. Bilder: weu (2)
Politik
Neunburg vorm Wald
23.10.2016
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Bürgermeister Martin Birner (links) und die Verantwortlichen der Neunburger Wehr präsentierten Innenminister Joachim Herrmann (Dritter von links) und Staatssekretär Albert Füracker (Zweiter von rechts) die neue Drehleiter.

Wenn's hart auf hart kommt und andere Hilfe brauchen, sind sie da: Das vielfältige Engagement bei Polizei sowie Rettungs- und Hilfsorganisationen rückte der CSU-Bezirksverband beim "Blaulicht-Empfang" in den Mittelpunkt. Von Innenminister Joachim Herrmann gab es ein dickes Lob.

Zum Auftakt des "Blaulicht-Empfangs" ließen sich der bayerische Innenminister Herrmann, Staatssekretär Albert Füracker und Bürgermeister Martin Birner im Korb der neuen Drehleiter der Feuerwehr Neunburg einige Meter in die Höhe fahren. Die Veranstaltung in der Schwarzachtalhalle wurde mit einer Gedenkminute für den getöteten Polizisten von Georgensgmünd begonnen. Aus diesem Grund wurde auf die Musikbegleitung durch die Stadtkapelle verzichtet.

Den Mitbürgern zur Seite


Füracker hieß die Mitglieder der Hilfsorganisationen willkommen, die in Notfällen zu Wasser, am Berg, in der Luft, bei Feuer oder Überschwemmungen den Mitbürgern helfen. Auch eine große Abordnung der Oberpfälzer Polizei unter Präsident Gerold Mahlmeister und Vizepräsident Michael Liegl war dazu gekommen. Dieser Abend gelte den Ehrenamtlichen und den beruflichen Sicherheitskräften, die zu jeder Tageszeit an jedem Tag Dienst für den Nächsten leisten, lautete Fürackers Dank. "Sie schenken den Mitbürgern Tatkraft, Hilfe, Menschlichkeit und Zeit", fasste er zusammen.

Bürgermeister Birner sah den Besuch des Innenministers als Zeichen der Wertschätzung für alle, die in schwierigen Stunden anderen helfen und beistehen, und dabei oft auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Er sprach die vorbildliche Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen bei Einsätzen, Festen, Großveranstaltungen und in der Integrations- und Jugendarbeit an. MdL Alexander Flierl betonte, dass die Maßstäbe, wie Sicherheit definiert wird, vom Innenministerium gesetzt werden. Ausbildungsstandorte im ländlichen Raum stärken diesen und schaffen - ebenso wie die technische Ausrüstung - die Basis für Sicherheit. "Die Hilfsgemeinschaften vor Ort schaffen auch Heimat und sind identitätsstiftend", betonte Flierl.

Innenminister Joachim Herrmann bezeichnete diesen Empfang als "starkes Zeichen für die Oberpfalz". Er wolle seine Wertschätzung und den Respekt vor jenen Menschen zum Ausdruck bringen. Bayern liege bei den freiwilligen Hilfsorganisationen sowohl qualitativ als auch quantitativ vorne. Von 470 000 engagierten Männern und Frauen seien etwa 20 000 hauptamtlich tätig. Der größte Teil leiste über den Beruf hinaus freiwilligen Dienst am Nächsten. Dabei sei das hohe Maß an Verlässlichkeit hervorzuheben: "Sie lassen Tag und Nacht alles liegen und stehen, um andere zu retten." Dies sei keineswegs selbstverständlich.

Im Einsatz schnell zur Stelle


Herrmann erinnerte an große Einsätze wie das Zugunglück in Bad Aibling, als schnell 700 Einsatzkräfte vor Ort waren, oder an die Überschwemmung in Simbach. Auch bei den Terroranschlägen in Würzburg und Ansbach und beim Amoklauf in München seien Polizei und Ehrenamtliche schnell zu Stelle gewesen. "Die veränderten Herausforderungen der Welt erfordern angepasste Ausbildung und optimale Ausstattung", so der Minister. Bayern sei das sicherste Land mit der niedrigsten Kriminalitätsrate und einer hohen Aufklärungsquote, wofür allen Polizisten zu danken sei. Mit einem Büfett schloss der Abend.
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