CSU-Abgeordnete stellen sich Fragen von Lehrer und Trägern - Dialog fortsetzen
Am Schülerhort festhalten

Die CSU-Politiker Alexander Flierl und Tanja Schorer-Dremel (von rechts) hörten den Lehrer- und Elternvertretern aufmerksam zu und nahmen ihre Anregungen mit nach München. Bild: rhi
Politik
Neunburg vorm Wald
07.07.2016
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Schülerhorte kosten den Eltern Geld, Ganztagesschulen nicht. Hat unter diesen Umständen der Hort noch eine Zukunft? Mit dieser Frage sah sich MdL Tanja Schorer-Dremel (CSU) im Gespräch mit Hort-Leitungen und Schulvertretern konfrontiert.

Die Sprecherin der "Kinderkommission" des Bayerischen Landtages stellte sich am Montag im Theresia-Gerhardinger-Haus den Fragen von Lehrer-, Eltern- und Trägervertretern. Der Hort, mit hohen staatlichen Mitteln gefördert, droht zum Auslaufmodell zu werden. "Wir dürfen die Einrichtungen nicht gegeneinander ausspielen", machte die ausgebildete Grundschullehrerin Tanja Schorer-Dremel deutlich. Den Hort neben der Ganztagesschule zu sichern, sei ein Spagat und eine politische Herausforderung. Die Trägervertreter wiesen auf den Vorteil des Hortes gegenüber der Ganztagsschule hin: Flexiblere und längere Öffnungszeiten bis 17.30 Uhr, und das auch in den Ferien.

Der Rektor der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach, Rudolf Teplitzky, fordert eine flexiblere Handhabung bei den Ganztagesklassen an der Grundschule: Wenn die Mindestzahl von 13 einmal nicht erreicht werde, sollte die Schule trotzdem eine Klasse einrichten können. Für die Übergangs- und Inklusionsklassen mit hohem Anteil an Kindern mit besonderem Förderbedarf fordert der Schulleiter zusätzlich qualifiziertes Personal.

Der Elternvertreter der Gerhardingerschule Schwandorf ist unzufrieden mit den Außenanlagen. Geteerter Hof, keine Grünanlagen. Unter einem kindgerechten Pausenhof stelle er sich etwas anderes vor. MdL Alexander Flierl will hier das Gespräch mit dem Schwandorfer Oberbürgermeister suchen. Rektor Rudolf Teplitzky machte sich zum Sprecher der Runde, als er sich "mehr solcher Gespräche" wünschte. Dem konnte MdL Tanja Schorer-Dremel nur zustimmen: "Ich habe bei meinen Besuchen gelernt, dass wir mehr mit den Praktikern sprechen müssen".
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