Fischaufstieg am Stausee nicht ohne Vorbehalt
Angst vor einer „Schlammkrawatte“

Politik
Neunburg vorm Wald
26.07.2016
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"Grundsätzlich ist der Bau einer solchen Anlage ausdrücklich zu begrüßen": So hat der Stadtrat eine geplante Fischaufstiegsanlage an der Vorsperre des Eixendorfer Stausees beurteilt. Entsprechende Pläne hegen die Bayerischen Landeskraftwerke, die dort eine Wasserkraftanlage planen. Doch es gibt Gründe, warum sich die Begeisterung über diese ökologische Verbesserung in Grenzen hält.

In sechs Punkten hat der Stadtrat deshalb nun seine Bedenken gegen die Pläne zusammengefasst. Mit 18:1 Stimmen billigte das Gremium diese Liste. Darin wird gefordert, dass sich die Seewasserbewirtschaftung an einem Mittelwasserpegel von 431,5 Metern orientiert und nicht am Normalstaupegel; entsprechend sei der Fischaufstieg zu planen. Schließlich habe man die Vorsperre gebaut, um ausgedehnte Schlammbereiche zu überstauen, denn diese "Schlammkrawatten" hätten für erhebliche Geruchsbelästigung gesorgt.

Weiter fordert die Stadt eine dauerhafte Wehrüberströmung, diese sei im Planfeststellungsbescheid von 1987 verankert und müsse weiterhin gewährleistet werden. Außerdem sollen nach Auffassung der Stadt mindestens 600 Liter pro Sekunde für die naturnahe Umgehung bereitgestellt werden, auch die Stauraumstrukturierung sei auf eine Mittelwasser-Bewirtschaftung umzuplanen. Außerdem sei neben dem Auf- auch ein Abstieg für die Fische vorzusehen. Nicht zuletzt wird verlangt, dass die Fischaufstiegsanlage gleichzeitig mit dem Bau der Wasserkraftanlage errichtet wird.
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