Freie Wähler ziehen Bilanz ihrer politischen Arbeit
Fehlender Sparwille bemängelt

Bei den Neuwahlen im Ortsverband der Freien Wähler wurde Martin Scharf (Dritter von links) als Vorsitzender bestätigt. Ihm steht eine starke Mannschaft zur Seite. MdL Joachim Hanisch (rechts) gratulierte zur Wiederwahl. Bild: weu
Politik
Neunburg vorm Wald
16.03.2016
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Die Freien Wähler setzen auf Bewährtes: Zum wiederholten Mal ist Martin Scharf an die Spitze des Ortsverbandes gewählt worden. Bei der Jahresversammlung übte der Vorsitzende und Fraktionssprecher Kritik an der Stadtverwaltung.

Zunächst ließ Vorsitzender Martin Scharf das Vereinsgeschehen Revue passieren und erinnerte beispielsweise an den Ausflug nach Pilsen und den Preisschafkopf. Auf dem politischen Sektor wurde eine Umfrage zur Gesundheitsfürsorge initiiert und in Informationen für Grundstückseigentümer stand das Wohl der Bürger im Vordergrund. Für heuer stehen ein Besuch der Sternwarte in Dieterskirchen und eine Oktoberfest-Fahrt auf dem Programm.

Viele Anliegen verfolgt


Als Fraktionssprecher im Stadtrat berichtete Scharf von vielen Anträgen, die seine Fraktion eingebracht habe. Er nannte das Gesuch zur Jugendförderung, zur Veröffentlichung der Finanzentwicklung und auf Steigerung der Attraktivität des Festspiels durch Einführung einer Festwoche. Auch ein Sprechtag für Rechtspfleger und die Nutzungsgebühren der Schwarzachtalhalle gehörten zu den Anliegen, welche die Freien Wähler (FW) ins Visier nehmen.

Sehr ausführlich ging Scharf auf die Arbeit im Stadtrat ein. Er streifte Themen wie das "Sondergebiet Pfalzgrafencenter", bei dem in der FW-Fraktion ein geteiltes Meinungsbild herrscht, die Kostenentwicklung der Schwarzachtalhalle sowie Haushalt und Finanzen und betonte dabei, dass es seitens der Stadt an Sparwillen mangele. Es würden Anträge nicht bearbeitet und Pläne verfolgt, die für die Freien Wähler "völlig undiskutabel" seien. Zum Abschluss dankte er den Vorstandsmitgliedern und den weiteren Stadträten für die konstruktive Zusammenarbeit.

FW-Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch ging in seinem Grußwort auf die politischen Veränderungen in Landkreis und Bezirk ein und spannte einen Bogen zu den Entwicklungen in ganz Europa. Die Verschuldung im Landkreis müsse zurückgefahren werden, wofür die Freien Wähler gute Ideen entwickelten.

Europa zieht sich aus Affäre


Auf den Nägeln brenne die Flüchtlingspolitik: Hanisch lobte das hohe Engagement der Ehrenamtlichen, gab aber auch zu bedenken, dass man nur so viele Flüchtlinge aufnehmen könne, wie sich integrieren ließen. Leider ziehe sich Europa aus der Affäre, anstatt die Probleme gemeinsam zu lösen. Da der Staat bei der Flüchtlingsthematik relativ unkoordiniert vorgehe, bleibe vieles an den Kommunen hängen.

Keine großen Veränderungen im FW-Vorstand erbrachten die anschließenden Neuwahlen. An der Spitze wurde Martin Scharf als Vorsitzender bestätigt, das Amt der Schriftführerin übernahm Helga Mehltretter von Regina Reichl.

NeuwahlenVorsitzender: Martin Scharf; Stellvertreter: Florian Meier, Hans Dorrer; Kassier: Armin Graßmann; Schriftführerin: Helga Mehltretter.

Beisitzer: Manfred Kagerer, Hans Eckl, Walter Drexler, Konrad Hoch, Regina Reichl, Georg Bottenhofer; Kassenprüfer: Norbert Vetter, Karl Neumeier. (weu)
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