Stadt Neunburg meldet Erlebnispark und Fitnesszonen zur Förderung an
Riesen-Fisch als Spielerlebnis

So könnte die künftige Hauptattraktion am Ufer des Eixendorfer Sees aussehen: Ein fast acht Meter hoher Spielfisch mit Aussichtsplattform ist Bestandteil des zur Förderung angemeldeten Erlebnisparks. Repro: Mardanow
Politik
Neunburg vorm Wald
06.10.2016
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Für den Stadtpark und den Eixendorfer See möchte die Stadt Neunburg in europäische Fördertöpfe greifen. Ein Dirt-Bike-Park und Ruhezonen sollen den Freizeit- und Erholungswert steigern. Am Stausee ist ein Erlebnispark mit einer fast acht Meter hohen Hauptattraktion in Planung.

Um Zuschüsse aus verschiedenen Töpfen ins Visier nehmen zu können, müssen die verschiedenen Projekte bis 31. Oktober über die Lokale Aktionsgruppe (LAG) im Landkreis angemeldet werden. Jene drei Attraktionen, die im Stadtrat auf dem Tisch lagen, würden den Freizeit- und Erholungsfaktor in der Tourismusregion auf ein neues Level heben.

Spielfisch mit Aussicht


Als "herausragendes Projekt" bezeichnete Bürgermeister Martin Birner den Plan für einen "Fisch-Erlebnispark Eixendorfer See". Dieser soll als Mehrgenerationen-Themenspielplatz samt Bewegungsparcours gestaltet werden. Mit dem Motto "Rund um den Fisch" wäre diese Einrichtung ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Ein vorliegendes Konzept der Inmotion Park GmbH sieht als Hauptattraktionen einen monumentalen, 7,5 Meter hohen "Spiel-Fisch" mit einer begehbaren Aussichtsplattform vor.

Weitere Bestandteile sind ein Ruheareal mit Bänken, Liegen und Sonnensegel mit Blick auf den Eixendorfer Stausee, ein Fischerdorf als Spielbereich für Kinder mit Minimuseum, ein Streichelzoo sowie ein Bewegungsparcours mit verschiedenen thematischen Stationen. Als Standort ist ein Areal im Ortsteil Gütenland, im Umfeld des Panoramahotels, vorgesehen. Dort könnten vorhandene Infrastruktureinrichtungen wie Sanitärräume und Gastronomie mitgenutzt werden.

Die Gesamtkosten für den Erlebnispark bezifferte die Verwaltung auf circa 280 000 Euro. Für eine Förderung könnten dafür bis zu 80 Prozent (maximal 200 000 Euro) aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds abgerufen werden. Weitere 30 000 Euro sollen durch "Kostenanteile Dritter" getragen werden, so dass für die Stadt ein Eigenanteil von rund 50 000 Euro verbleibe.

Mit Rampen und Buckeln


Der Dirt-Bike-Park, unter anderem mit Rampen und Buckelpisten, könnte im Anschluss an den Stadtpark, parallel zum Rad- und Fußweg zu den Schulen, errichtet werden. Bei Gesamtkosten von 75 000 Euro wäre aus Leader-Mitteln eine Förderung von 60 Prozent (40 000 Euro) möglich, 35 000 Euro müsste die Stadt selbst aufbringen.

Für die Fitness- und Ruhezone im Stadtpark wird mit Kosten von 50 000 Euro gerechnet. 15 000 Euro würden bei einer Förderung aus dem Leader-Topf herausspringen, auch hier müsste die Stadt 35 000 Euro aus eigener Tasche aufbringen. Die Ratsfraktionen sprachen sich ohne Gegenstimme für die Anmeldung dieser drei Projekte zur Förderung aus. Für FWG-Rat und Stausee-Anlieger Walter Drexler war es "höchste Zeit, dass aus dem Seenland auch mal etwas in Richtung Stausee kommt". Margot Weber (SPD) sah die Vorhaben mit dem gesellschaftspolitischen Anreiz verknüpft, Kinder und Jugendliche zur Bewegung zu animieren.

Zusätzlich nahm das Gremium noch die Ergebnisse aus den Themenworkshops zur Erstellung eines Integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts zur Kenntnis. Die sechs Handlungsfelder umfassen die Themenbereiche "Siedlung und Landschaft", "Landwirtschaft und Energie", "Wirtschaft, Gewerbe und Nahversorgung", "Naherholung und Tourismus", "Kultur und Soziales" und "Kommunale Zusammenarbeit".

Kosten und FörderungDirt-Bike-Park

Gesamtkosten: 75 000 Euro, Förderung: rund 40 000 Euro aus Leader-Mitteln; Eigenanteil Stadt: 35 000 Euro.

Fisch-Erlebnispark Eixendorfer See

Gesamtkosten: circa 280 000 Euro; Förderung: maximal 200 000 Euro aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds; Kostenanteile Dritter: 30 000 Euro; Eigenanteil Stadt: rund 50 000 Euro.

Fitness- und Ruhezone im Stadtpark

Gesamtkosten: 50 000 Euro; Förderung: 15 000 Euro aus Leader-Mitteln; Eigenanteil Stadt: 35 000 Euro. (mp)
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