Stadtrat ändert Bebauungsplan "Kleine Seigen"
Grünes Licht für Bungalows

Politik
Neunburg vorm Wald
11.05.2016
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Die Blicke der Stadträte richteten sich auf die Wohnbaugebiete: In der "Kleinen Seigen" in Neunburg soll der erst beschlossene Bebauungsplan für eine Bungalow-Siedlung geändert werden. Im Baugebiet "Penting-Ost" wird aus einer geplanten Ringstraße ein Wendehammer.

Erst seit einigen Wochen in Kraft, steht beim Bebauungsplan "Kleine Seigen" schon eine Änderung ins Haus. Anlass dafür ist das Angebot der Firma Sylvia Wagner GmbH, ein Systemhaushersteller aus Traitsching, im Baugebiet anstelle geplanter Wohnblocks an der Diendorfer Straße eine moderne Bungalow-Siedlung zu errichten. Wie Bürgermeister Martin Birner ausführte, könnten so preisgünstige Grundstücke mit eingeschossigen Gebäuden schlüsselfertig angeboten werden. Der nötigen Umarbeitung des Bebauungsplans stimmte das Gremium zu.

Aufträge vergeben


Einstimmig sind auch die Erschließungsarbeiten im Baugebiet "Kleine Seigen" vergeben worden. Sowohl für die Kanalbauarbeiten als auch für die Straßenbauarbeiten hat die Firma Seebauer aus Girnitz mit einem Angebot von 441 300 Euro den Zuschlag erhalten. Die Arbeiten sollen von Mitte Mai bis Ende September über die Bühne gehen. Zu einem Preis von 223 300 Euro hat die Firma Steininger aus Neunburg den Auftrag zur Erneuerung von Wasserleitung, Kanal und Straße, für die Verlegung von DSL-Leerrohren und den Gehwegausbau in der Austraße und der Katzdorfer Straße erhalten.

Nicht abgabebereit


Nicht wie vorgesehen, kann die Stadt die Resterschließung des Baugebiets Penting-Ost angehen. Wie Bürgermeister Martin Birner erläuterte, müsste für eine geplante Ringstraße eine Teilfläche des Grundstücks Flurnummer 102 erworben werden, doch hätten die Eigentümer in mehreren Gesprächen betont, dass sie weder abgabe- noch tauschbereit seien. Deren Wunsch, das Grundstück aus dem Geltungsbereich des Bebauungsplan herauszunehmen, kam der Stadtrat nicht nach.

Um die Erschließung doch fertigzustellen, soll die Planstraße 1 künftig östlich vor dem Grundstück Flurnummer 102 mit einem Wendehammer enden. Der Pentinger Stadtrat Florian Meier (Freie Wähler) bedauerte, dass kein Kompromiss möglich war, obwohl die Stadt gute Vorschläge gemacht habe. Klaus Zeiser (CSU) wies darauf hin, dass der nicht abgabebereite Grundstückseigentümer trotzdem Erschließungs- und Herstellungsbeiträge zu zahlen habe. In einem weiteren Beschluss bestätigten die Räte, dass die Fassadensanierung des Anwesens Im Berg 11, die Gesamtsanierung des Anwesens Hahnenplatz 2 und die Ladeneinrichtung im Gebäude Jobplatz 6 den Sanierungszielen der Gestaltungsfibel entsprechen. Dies war nötig, damit seitens der Regierung der Oberpfalz Städtebaufördermittel bewilligt werden können.

Parkraumkonzept ergänzt


Einstimmig billigte das Gremium das vom Architekturbüro Kirchberger in Regensburg erstellte Parkraumkonzept Innenstadt. Der Entwurf aus dem Jahr 2012 wurde um die geplanten Parkplätze am Forstmeisterberg und die Erweiterung des Parkplatzes Ledererstraße ergänzt, auch die Reduzierung der Pkw-Stellflächen am ehemaligen Kino ist berücksichtigt.

Keine Gegenstimme gab es auch für die Aufnahme von Förderkrediten für die Sanierung der Grundschule Ledererstraße und für den Erwerb des Bauhofgeländes von den Stadtwerken, jeweils zu einem Zinssatz von null Prozent. Weiterhin wurde der Bürgermeister ermächtigt, Angebote für die Umschuldung eines Darlehens mit einem aktuellen Zinssatz von 3,35 Prozent einzuholen.
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