Stadtrat stellt Weichen für Barrierefreiheit
Per Aufzug in den Schlosssaal

Die Pläne der Stadtverwaltung sehen vor, den Aufzug in dem Gebäudetrakt in der Mitte, im Übergang vom Alten Schloss zum Neuen Schloss, einzubauen. Das Schwarzachtaler Heimatmuseum und die Städtische Musikschule samt Schlosssaal sollen damit für ältere Bürger und Menschen mit Behinderung leichter erreichbar werden. Bilder: Mardanow (2)
Politik
Neunburg vorm Wald
07.10.2016
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49 Stufen führen vom Burghof hinauf in den Schlosssaal. In Sachen Barrierefreiheit hat das Neunburger Schloss noch Nachholbedarf.

Die Stadt Neunburg macht ihr Schloss barrierefrei. Demnächst sollen der prächtige Saal und auch das Museum mit dem Fahrstuhl erreichbar sein. Weil für das Projekt bereits ein satter Zuschuss garantiert ist, fiel den Stadträten die Entscheidung leicht.

"So günstig werden wir das nicht mehr kriegen", hatte Bürgermeister Martin Birner in der Sitzung am Donnerstag festgestellt. Für den Bau des Fahrstuhls darf die Stadt nämlich in den Fördertopf des Kommunalinvestitionsprogramms greifen: Bereits im Mai hatte die Regierung der Oberpfalz dafür die Maximalförderung von 90 Prozent in Aussicht gestellt. Bei erwarteten 225 000 Euro Kosten, verbliebe damit lediglich ein Eigenanteil von rund 25 000 Euro.

Mit dem Projekt wird verfolgt, einen barrierefreien Zugang für die Bereiche des "Alten Schlosses" und des "Neuen Schlosses" zu schaffen. "Diesen Wunsch gibt es schon seit ein paar Jahren", führte der Bürgermeister aus. Wer vom Burghof aus in den Schlosssaal gelangen möchte, muss aktuell noch zwei Stockwerke und fast 50 Stufen überwinden. Ein enormes Hindernis für viele ältere Bürger und Menschen mit Behinderung.

Wände weichen


Der Fahrstuhl soll im Übergang zwischen dem sogenannten Alten Landratsamt und dem Schloss eingebaut und mit Zu- und Abgang zum Museum und zur Musikschule ausgestattet werden. Unter anderem müssen dafür einige Zwischenwände weichen, kein Platz mehr sein wird laut der bisherigen Planung für eine bisherige Toilettenanlage im Erdgeschoss.

Wie Verwaltungsleiter Peter Hartl verdeutlichte, werde die Planung bereits auf die künftige Gesamtnutzung des kompletten Alten und Neuen Schlosses ausgelegt. Mit dem dann vorgesehenen Nutzungskonzept werde sich der Stadtrat in einer der nächsten Sitzungen befassen. Laut Stadtverwaltung sollen zuvor noch Gespräche mit den einzelnen Nutzern des Gebäudetraktes stattfinden.

Grünes Licht für das Vorhaben haben laut den Sitzungsunterlagen bereits die Bezirksregierung und auch Raimund Karl, zuständiger Gebietsreferent des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, gegeben. Und auch die Stadträte wollten das Aufzug-Projekt nicht zu Fall bringen. Einstimmig wurden der Bauantrag und die zugrunde liegende Planung des Architekturbüros Steidl gebilligt. Nun ist die Verwaltung am Zug, um die Arbeiten auszuschreiben. Angestrebt wird, noch heuer mit den Arbeiten zu beginnen - "das wäre eine schöne Winterbaustelle", formulierte Bürgermeister Birner.

Für den Kauf von fünf Tragkraftspritzenfahrzeugen (TSF) für die Feuerwehren Kleinwinklarn, Kröblitz, Meißenberg, Mitteraschau und Mitter-/Oberauerbach, möchte sich die Stadt einen höheren Zuschuss sichern. Einstimmig votierte das Ratsgremium daher für eine Kooperation mit der Gemeinde Thanstein, die ebenfalls ein TSF erwerben möchte.

26 500 Euro pro TSF


Durch diese Sammelbestellung erhöht sich der Basisfestbetrag für ein TSF, der bei 23 000 Euro liegt, um zehn Prozent. Als Gesamtförderung sind für Neunburg nun insgesamt 26 500 Euro pro Fahrzeug und 132 500 Euro für das ganze Paket in Aussicht.
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