Stadtverwaltung legt Konzept zur Aufwertung des Stadtparks vor
Nachrüsten in der Freizeit-Oase

Im Stadtpark kündigt sich Neues an: Nach einem ersten Konzept soll unter anderem eine der beiden Tischtennisplatten am nördlichen Ufer durch einen Beton-Kicker ersetzt werden. Überarbeitet und aufgewertet werden soll auch die im Hintergrund zu erkennende Bootsanlegestelle. Bild: Mardanow
Politik
Neunburg vorm Wald
28.10.2016
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Neunburgs "grüne Lunge" steht vor einer Frischzellenkur: Zug um Zug soll der Stadtpark in den nächsten Jahren aufgewertet werden. Ein erstes Konzept sieht eine erweiterte Bepflanzung, Kneippbecken und Seebühne vor. Aber auch "Leseratten" sollen auf ihre Kosten kommen.

Von einer "Grundlage für künftige Maßnahmen" sprach Bürgermeister Martin Birner, als das Konzept der Verwaltung am Donnerstag im Stadtrat auf dem Tisch lag. Unter anderem sind darin Vorschläge aus dem Kreis von Senioren- und Jugendvertretern aufgenommen worden.

Rosen und Hortensien


Mit Blick auf anstehende Unterhalts- und Instandsetzungsmaßnahmen mache für den Stadtpark ein Gesamtkonzept Sinn, ergänzte Verwaltungsleiter Peter Hartl. Er stellte dem Gremium die wesentlichen Punkte zur Aufwertung des Areals vor. So soll der Randbereich des Untersees zur Altstadt hin eine erweiterte Bepflanzung erhalten, im Konzept waren beispielsweise Bauernhortensien und historische Rosen-Arten genannt. Auch der Zugang soll gärtnerisch aufgewertet werden.

Eine einheitliche Möblierung steht ebenfalls auf der Agenda. "Aktuell haben wir noch alle möglichen Ruhebank-Variationen und Abfalleimer in verschiedenen Farben", beschrieb Hartl. Betont und gestalterisch aufgewertet werden sollen die Park-Eingänge an der Scherrstraße und am Klosterberg/Wassergasse. Als Beispiel-Vorschlag wurde - mit Blick auf die Spielerlebnisburg - in der Sitzung ein "Ritter-Tor" mit stählernen Figuren mittelalterlicher Kämpfer gezeigt. Aber auch weitere Gestaltungsvarianten sind möglich.

Am Bootshafen soll eine der beiden Tischtennisplatten für einen Beton-Kicker weichen. Das hölzerne Geländer könnte durch eine Variante aus Edelstahl mit Elementen aus Sicherheitsglas ersetzt werden. Für beschädigte Bäume in diesem Bereich sollen die Tage gezählt sein. Mit einer Bühne und Sitzstufen soll der Untersee gegenüber dem Kiosk aufgewertet werden. In diesem Umfeld ist auch ein Kneippbecken vorgesehen.

Entspannen im Lesegarten


Im Abschnitt der früheren Schrebergärten in der Wassergasse sieht das Konzept einen Bewegungspark mit Spielhügel, Balancierstämmen und Barfußpfad sowie einen "Lesegarten" mit frei zugänglicher Bibliothek, Weidentunnel, Strandkörben und Rosenpavillon vor. "Es soll aber kein kompletter Umbau werden, vielmehr wollen wir den Stadtpark erneuern und zeitgemäß gestalten", verdeutlichte der Verwaltungsleiter.

Stadtrat Richard Wagner (CSU) monierte, dass die Fläche des Bewegungsparks ursprünglich für weitere Parkplätze für die Altstadt vorgesehen war - sie sollte auch weiterhin dafür reserviert bleiben. Peter Hartl teilte dazu mit, dass die Stadt um den Kauf des Petermann-Anwesens in der Wassergasse verhandle. Im Erfolgsfall könnten im Anschluss an den Bewegungspark bis zu 25 Pkw-Stellplätze entstehen. Auch der Stadtpark selbst benötige ausreichend Parkplätze, gab SPD-Rätin Margot Weber zu bedenken. "Wenn sich alles umsetzen lässt, werden die Attraktionen viele Gäste anlocken."

Komplett festgezurrt ist das Konzept bisher nicht. Für nächstes Jahr sollen vorerst der Bewegungspark sowie die Skateranlage und der Dirt-Bike-Park (NT berichtete) in Angriff genommen werden. Die endgültige Marschroute will die Verwaltung unter Einbindung von ArGe Jugend, Seniorenbeirat, städtischen Beauftragen, Vereinen und interessierten Bürgern festlegen.
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