Stadtverwaltung trägt Eckdaten für Haushalt 2016 zusammen
Zahlenspiele mit Bodenhaftung

Voraussichtlich Ende Februar soll der Spatenstich für die Sanierung und den Umbau der Grundschule in der Ledererstraße erfolgen. Im Investitionsprogramm der Stadt Neunburg sind für dieses Projekt in den nächsten vier Jahren Kosten von fast zehn Millionen Euro vorgesehen. Bild: Mardanow
Politik
Neunburg vorm Wald
09.02.2016
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Von der Schulsanierung bis zur neuen Drehleiter: "Wir haben ein Riesen-Investitionsprogramm auf der Agenda", beschreibt Bürgermeister Martin Birner. Im Rathaus werden momentan die Weichen für den Haushalt 2016 gestellt. Eine Steigerung wird bei der Gewerbesteuer erwartet.

Die Stadtkämmerei trägt momentan die Eckdaten für den neuen Jahresetat zusammen. Im Gespräch mit dem NT geben Bürgermeister Martin Birner und Kämmerer Michael Haßfurter einen Ausblick. Bei den Bauprojekten wird die Sanierung der Grundschule "unser größtes Projekt" (Birner). Ende Februar soll der Spatenstich erfolgen, in vier Jahren werden fast zehn Millionen Euro investiert.

Für Hochwasserschutz


Bei der Infrastruktur werden - wie bereits berichtet - etwa 330 000 Euro in den Straßenunterhalt gesteckt. Im Bau-Plan steht auch eine Aufweitung der Amberger Straße im Bereich des geplanten Fachmarktzentrums. Beim zweiten Bauabschnitt zur Erneuerung der Diendorfer Straße soll auch ein Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz errichtet werden. Der Bau neuer Parkplätze beim Forstamt ist für Herbst geplant.

"Für uns sehr wichtig", so Birner, sei der Breitband-Ausbau, der bis zum Frühsommer abgeschlossen werden soll. Ebenfalls der Fertigstellung entgegen blickt die Sanierung der Fronfeste. Kräftig investiert wird beim Brandschutz: Rund 600 000 Euro werde die neue Drehleiter der Feuerwehr Neunburg kosten, außerdem sollen Mannschaftstranssportwägen (MTW) für die Wehren Neunburg und Kemnath bei Fuhrn gekauft werden.

Kämmerer Michael Haßfurter blickte zunächst auf das vergangene Haushaltsjahr, das ohne Neuverschuldung bewältigt worden sei. "Die geplante Darlehensaufnahme von 2,41 Millionen Euro haben wir nicht benötigt." Der Schuldenstand sei leicht - von 6,34 Millionen auf 6,26 Millionen Euro - zurückgegangen.

Das Prunkstück auf der Einnahmenseite wird wohl wieder die Gewerbesteuer, bei der mit einem Plus gerechnet wird. Aus dem Vorjahr sei der Ansatz von 7,6 Millionen Euro "weit überstiegen worden", so Haßfurter. Genaue Zahlen könne er aber erst nach Vorliegen der Jahresrechnung nennen. Mit einem Aufwärtstrend werde auch bei der Umsatzsteuer gerechnet, im Vorjahr gab es 3,3 Millionen Euro fürs Stadtsäckel. Nachteil der hohen Steuerkraft: Heuer und auch die nächsten Jahre dürfte Neunburg keinerlei Schlüsselzuweisungen erhalten. Bezogen auf die Einwohnerzahl liege die Steuerkraft von 1138,56 Euro pro Kopf über dem Durchschnitt: "Der liegt bei kreiseigenen Gemeinden bis 10 000 Einwohnern bei 894,25 Euro", verdeutlichte Michael Haßfurter.

"Kein Luxus"


"Dank unserer Betriebe stehen wir top da", freute sich der Bürgermeister und hofft, dass es der örtlichen Wirtschaft weiterhin gut gehen wird. Im für 2016 geplanten Haushalt sei "kein Luxus dabei". Vielmehr werde "ein für Neunburg passendes Rundum-Paket aus Bildung, Infrastruktur und Kinderbetreuung geschnürt". Für Optimismus sorge, "dass eigentlich alle Zeichen in Richtung positive Entwicklung stehen", sagt Birner. Und das nicht nur mit Blick auf die Einwohnerzahl, die das vierte Jahr in Folge gestiegen ist. Zu Übermut will sich im Rathaus aber niemand verleiten lassen: "Wir wollen solide am Boden bleiben und nicht abheben", gibt Kämmerer Haßfurter die Marschroute durchs Etatjahr vor.

Im April soll der städtische Haushalt zum ersten Mal im Hauptverwaltungsausschuss vorberaten werden. Im Stadtrat soll das Zahlenwerk im Mai auf dem Tisch liegen.

Nachfrage nach Platz zum WohnenIm Haushalt 2016 möchte die Stadt Neunburg auch die Weichen für eine weitere positive Entwicklung auf dem Wohnbau-Sektor stellen.

Unter anderem steht die Erschließung des neuen Baugebiets "Kleine Seigen" an, doch auch den bereits existierenden Baugebieten Hofzell II, Mitteraschau-Nord, Penting-Ost und "Stettner Zell" im Ortsteil Fuhrn gilt das Augenmerk. "Überall gibt es Interessenten, die bauen wollen", berichtet Bürgermeister Martin Birner, "das ist ein gutes Zeichen".

Doch nicht nur die Wohnbauflächen im Außenbereich seien gefragt: Auch im sogenannten Innenbereich der Stadtgemeinde ist Nachfrage vorhanden: "Mittlerweile gehen auch Flächen weg, die lange brach gelegen haben." (mp)
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