24-Stunden-Schwimmen ein Neunburger Erfolgsmodell
Kräftige "Kilometerfresser"

Organisator Udo Schacknies (links), Vorsitzender Christian Blend (Zweiter von links), Wasserwachtarzt Philipp Wolf (Drittter von links) sowie stellvertretender Bezirksvorsitzender Reinhard Hösl, Sportbeauftragter Herbert Wartha (rechts) und Bürgermeister Martin Birner (Zweiter von rechts) beglückwünschten die fleißigen Schwimmer. Bild: agr
Sport
Neunburg vorm Wald
22.04.2016
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Wenn alle in den Federn liegen, schwimmt Tobias Kupfer mehr als zwölf Kilometer. Und er ist nicht der einzige, der zwischen 1 und 5 Uhr morgens im Neunburger Hallenbad seine Bahnen zieht.

Das 24-Stunden-Schwimmen der Wasserwacht ist in zehn Jahren zum Aushängeschild einer ganzen Region geworden - und es wird immer beliebter. Ob Delfin- oder Brustschwimmen, Rückenschwimmen oder Kraulen: Das alles war egal, denn für die 203 Starter zählte nur die geschwommene Strecke in dem 25 Meter langen Becken. Nach 24 Stunden wurden 1 577 800 Meter addiert.

Für Jung und Alt


Lukas Wolf war der jüngste Schwimmer, Gisela Ziegler-Graf die älteste Teilnehmerin. Bei der Wertung waren 17 Mannschaften vertreten und 9 Familien. 133 650 Meter wurden allein in der Nacht von 1 bis 5 Uhr geschwommen, die längste Strecke legte Tobias Kupfer (12 400 Meter) zurück. Tagessieger wurde Benno Beckstein: Genau 63 400 Meter hat er im Neunburger Hallenbad in den 24 Stunden zurückgelegt, und sich damit als der Hungrigste unter den "Kilometerfressern" hervorgetan.

In der Handicap-Wertung schwamm Sven Eckard 22 000 Meter, Melina Meißner war 15 000 Meter unterwegs. In der Familienwertung legte Familie Meißner insgesamt 71 050 Meter zurück, die Familie Zimmermann folgte mit 60 450 Metern und Familie Keilhammer mit 39 000 Metern.

In der Mannschaftswertung siegte das Team Warmduscher I vor Warmduscher II und Hammerhaie I. 40 Mitglieder der Wasserwacht waren rund um die Uhr im Einsatz, um die Schwimmer zu betreuen.

Vorbild aus Bayreuth


Bei der Siegerehrung am Sonntagnachmittag in der Aula der Mittelschule erinnerte Vorsitzender Christian Blend an die Anfänge dieser sportlichen Veranstaltung. Entstanden ist das Neunburger 24-Stunden-Schwimmen vor zehn Jahren. Das Vorbild hatte der Schwimmverein Bayreuth geliefert, für Erfolge sorgten die Neunburger Teilnehmer selbst. In jedem Jahr war das Schwimmen von kleinen Rekorden gekrönt - und immer wieder wurde das Konzept des 24-Stunden-Schwimmens überdacht und überarbeitet, "denn das Schwimmen soll Spaß machen und ausgleichen", argumentiert Vorsitzender Blend.

Leistung bewundert


Bürgermeister Martin Birner bewunderte die sportlichen Leistungen jedes einzelnen Schwimmers. "Mit dem 24-Stunden-Schwimmen ist in Neunburg eine einzigartige Breitensportbewegung ins Leben gerufen worden", staunte er.

Sieger in den AltersklassenBeim 24-Stunden-Schwimmen siegten folgende Teilnehmer in den jeweiligen Alterklassen. Männlich bis sechs Jahre: Linus Wolf mit 1600 Metern; weiblich bis 6 Jahre: Nicole Schneeberger mit 50 Metern; männlich bis 12 Jahre: Jonas Keilhammer (15 650 Meter); weiblich bis 12 Jahre: Maren Sänger (17 500 Meter); männlich bis 18 Jahre: Sandro Grimm (18 000 Meter); weiblich bis 18 Jahre: Magdalena Meissner (28 000 Meter); männlich bis 35 Jahre: Tobias Kupfer (22 350 Meter); weiblich bis 35 Jahre: Alena Kolb (40 200 Meter); männlich bis 50 Jahre: Benno Beckstein ( 63 400 Meter); weiblich bis 50 Jahre: Conny Prasser (35 500 Meter); männlich bis 65 Jahre: Manfred Kießling (32 100 Meter), weiblich bis 65 Jahre: Sunny Jonas ( 31 700 Meter); weiblich über 65 Jahre: Gisela Ziegler-Graf (12 000 Meter). (agr)
Mit dem 24-Stunden-Schwimmen ist in Neunburg eine einzigartige Breitensportbewegung ins Leben gerufen worden.Bürgermeister Martin Birner
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