Absenkung des Eixendorfer Sees für Revisionsarbeiten wird auf September verschoben
Ebbe erst nach Sommerferien

Zumindest in den Sommerferien wird der Eixendorfer Stausee seinen üblichen Wasserstand behalten. Das Wasserwirtschaftsamt Weiden will mit der Absenkung zu Revisionszwecken erst Mitte September beginnen. Bild: Gerhard Götz
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Neunburg vorm Wald
01.07.2016
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Der Eixendorfer Stausee wird doch schon heuer Wasser lassen. Das Wasserwirtschaftsamt Weiden teilte am Freitag mit, dass die Absenkung für eine geplante Revision erst nach den Sommerferien und nicht schon im August beginnt. Eine Verschiebung auf das nächste Jahr sei nicht möglich, so Behördenleiter Mathias Rosenmüller.

In einer Pressemitteilung erklärte die Behörde, dass der See bis Mitte September seinen "normalen" Wasserstand von 430 Metern/Normalnull behalten werde, sofern dies die Wetterbedingungen zulassen. Damit komme das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Weiden den Betroffenheiten der Anlieger am und um den See soweit als möglich nach. Eine Verschiebung der Revision auf 2017 - wie Stadt, Angler, Touristiker und Segler in einer Resolution gefordert hatten - komme aus Gründen der Anlagensicherheit des Staudammes nicht in Frage.

Die Absenkung sei erforderlich, da dringend anstehende Revisionsarbeiten am Grundablass des Staudamms anstehen. Dazu müsse der See um etwa fünf Meter auf einen Wasserstand von 425,50 Metern/Normalnull abgesenkt werden. Der Seewasserspiegel liege damit nach wie vor im genehmigten Bewirtschaftungsbereich.

In der Zwischenzeit habe das Amt - insbesondere in engem Kontakt mit der Muschelkoordinationsstelle der Technischen Universität München - versucht, die Absenkung so zu legen, dass die Auswirkungen möglichst gering gehalten werden können. Mit dem "Wasserlassen" werde nun nach den Sommerferien begonnen, Mitte Oktober soll das Absenkziel 425,50 Meter erreicht werden. Eine weitere Verschiebung in den Herbst sei nicht vorgesehen, da freigelegte Muscheln bei eventuell auftretendem Frost Schaden nehmen würden.

Nun könne die Freizeitnutzung am See in den Sommerferien uneingeschränkt stattfinden und zumindest im September würden die Beeinträchtigungen erheblich minimiert, betonte Baudirektor Rosenmüller. Auch die Sorgen der Fischerei - eine Verdichtung des Besatzes wegen geringerer Wassermenge, überlagert mit einer möglichen Algenblüte und hohen Wassertemperaturen - seien entschärft, da die kritische Phase erst Mitte Oktober auftreten werde.

Für vier bis sechs Wochen werde der See auf 425,50 Meter abgesenkt bleiben, um die Überprüfung vorzunehmen und Schäden zu erfassen. "Danach werden Vorbereitungen für anstehende Sanierungsmaßnahmen getroffen", so Rosenmüller, diese sollen bei einer zweiten Absenkung in 2017 erledigt werden. Bei nur geringem und kurzfristig behebbarem Sanierungsaufwand reiche eventuell eine einmalige Absenkung. Die Dringlichkeit der Maßnahme wurde vom Landesamt für Umwelt, zuständig für die technische Gewässeraufsicht der Anlage, nochmals unterstrichen. Durch Tauchereinsätze und Auswertungen sei deutlich geworden, dass an den Steuereinrichtungen eine detaillierte Überprüfung dringend geboten ist. Eine Verschiebung der Revision auf nächstes Jahr sei für das WWA Weiden nicht vertretbar.

Die Bayerische Landeskraftwerke GmbH, die im Herbst mit dem Bau des Wasserkraftwerks an der Vorsperre beginnen will, hat ihren Bauablauf so optimiert, dass eine Absenkung erst nach den Ferien für die Bauausführung noch ausreichend ist. So könnten weitergehende Beeinträchtigungen ausgeschlossen werden.
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