Auftakt mit „Sendeschluss“

"Sendeschluss" aus Neunburg begeisterte mit kritischen Texten vor allem Fans der Punkmusik. Bilder: weu (3)

Es gibt viele Bands in der Region, aber nur wenige Möglichkeiten für Auftritte. Der Black-River-Culture-Club (BRCC) stellte beim Altstadtfest eine Bühne zur Verfügung, welche zwei Tage dicht umlagert war.

Das Altstadtfest am Wochenende (wir berichteten) war der Anlass für die Mitglieder des Black-River-Culture-Clubs (BRCC), wieder ein grandioses Band-Programm auf die Beine zu stellen. Dem Verein ist es ein großes Anliegen, lokalen Bands die Gelegenheit zu Auftritten zu verschaffen, daher stand der Samstagabend ganz im Zeichen einheimischer Gruppen.

Los ging es gegen 20 Uhr mit den zwei Jungs von "Clockwise Water Flow". Mit der Besetzung, bestehend aus Effekt-Gitarre und Schlagzeug, bewiesen die beiden, dass man mit nur zwei Instrumenten einen vollen Sound erzeugen kann. Weiter ging es mit der Neunburger Formation "Sendeschluss". Die drei Musiker wurden von ihrem Maskottchen, dem "Eselmann" begleitet, der sein Bestes gab, den Zuhörern entsprechend einzuheizen. Dabei haben sie es sich zum Ziel gesetzt, mit sozialkritischen, deutschsprachigen Texten auf aktuelle Geschehnisse aufmerksam zu machen. Im Anschluss daran startete die Hardcore-Band "PropellerHead", deren Mitglieder zum Großteil aus der früheren Band "The Higgledy" bekannt sind und die Teil des BRCCs sind. Den krönenden Abschluss bildete die Winklarner Gruppe "Straight Blue", die schon seit 2013 den "70th Psychedelic Rock" wieder aufleben lässt. Mit ihrer Bassistin, die die einzige weibliche Musikerin des Abends war, und der markanten Stimme des Sängers wussten sie zu überzeugen.

Der Sonntagabend bot die einmalige Gelegenheit, auch überregionale Bands genießen zu können. Er begann mit "The Hypnuts" aus Regensburg, die seit einem Monat ihr neues Album "Back to the fruits" bewerben. Ihr äußerst charismatischer Sänger schaffte es schnell, das Publikum zum Mitklatschen zu bewegen. Auffallend waren dabei ihr ganz eigener Funk-Rock-Sound und der zweistimmige Gesang.

Es folgten "Miese Mutanten", ebenfalls aus Regensburg, die mit grünen Hosen und ihrem Disco-Punk Augen und Ohren gleichermaßen ansprachen. "Hippè Herrèn" aus München brachten mit ihrem Hip-Hop-Beat gekonnt eine ganz eigene Stilrichtung auf die Bühne. Zuletzt bekam noch die Regensburger Band "Beisser" die Chance, den Zuhörern mit ihren Texten bayerisches Lebensgefühl näher zu bringen. Das "Burgrock"-Festival kann wie gewohnt als ein perfekter musikalischer Begleiter des Altstadtfests bezeichnet werden.
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