Bilanz und Ausblick bei Bürgerversammlung
Viele Vorhaben auf der Pfanne

Eine Delle bei der Einwohnerzahl, ein konstanter Aufwärtstrend bei den Arbeitsplätzen und viele Bauvorhaben: Eine Vielzahl an Daten und Fakten bekamen die Zuhörer bei der Bürgerversammlung serviert. Ein langersehnter Straßenausbau soll im nächsten Jahr beginnen.

Bürgermeister Martin Birner richtete im Gasthof Sporrer den ersten Blick auf die Bevölkerungsentwicklung: Im Vergleich zum Vorjahr sei die Einwohnerzahl um knapp 40 auf 8573 (Stand: 31. Oktober) zurückgegangen. Dafür setzt die Stadt ihren Aufwärtstrend als begehrter Arbeitsplatz fort: Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze hat mittlerweile einen Stand von 3937 erreicht (97 Jobs mehr als 2015). Der Bürgermeister knüpfte daran einen Dank an die ortsansässigen Unternehmen und Betriebe.

Gewerbesteuer bleibt hoch


Der Blick auf die Finanzsituation offenbarte ein stolzes Haushaltsvolumen von 25,7 Millionen Euro. Für heuer erwarte die Stadtverwaltung erneut eine hohes Gewerbesteuer-Aufkommen von 9,2 Millionen Euro. Dass "unsere Leute gut verdienen", schloss Birner aus der Einkommensteuer-Beteiligung, heuer werden 3,35 Millionen Euro an Rückfluss erwartet. Seit mittlerweile sechs Jahren steige dieser Wert kontinuierlich.

Die gute Finanzausstattung lässt aber erneut die Kreisumlage steigen: 4,16 Millionen wird die Stadt heuer abführen müssen. Den Schuldenstand von Stadt und Stadtwerken bezifferte der Bürgermeister auf 8,96 Millionen Euro (Vorjahr 9,14 Millionen), die Pro-Kopf-Verschuldung bewegt sich bei 1040 Euro. Wenn die städtischen GmbHs (Freizeit und Strom) miteingerechnet werden, summieren sich die Miesen auf 19,26 Millionen Euro.

Breiten Raum nahm die Aufzählung der Maßnahmenschwerpunkte ein. Angefangen von der Sanierung und Erweiterung der Grundschule, für die am Versammlungstag ein Förderbescheid für den Neubau der Turnhalle im Rathaus einging, bis hin "zur Großbaustelle schlechthin", der Sanierung von Au- und Katzdorferstraße, reichte das Resümee.

Zum geplanten Fachmarktzentrum "Pfalzgrafencenter" berichtete der Bürgermeister, dass eine einvernehmliche Regelung mit der Baywa erzielt worden sei. Damit wäre nur mehr die Klage einer Nachbarin gegen die Baugenehmigung anhängig. Der Baubeginn hänge nun vom weiteren Verfahrensverlauf ab.

Kreisverkehr auf Eis


Als künftige Schwerpunkte in der Stadtentwicklung nannte Birner unter anderem die Schaffung von Bau- und Gewerbeflächen, die Umgestaltung des Schrannenplatzes, die Erweiterung des Rathauses (Planung ab 2017), die Aufwertung des Stadtparks sowie den Umbau der Rahmstraße. Auf Eis liege momentan der Kreisverkehr für den Jobplatz: für einen benötigten Grunderwerb liege - trotz Kaufangebot der Stadt - noch keine Zustimmung vor.

Dafür habe es endlich einen Durchbruch für den weiteren Ausbau der Staatsstraße 2151 im Bereich Kemnath bei Fuhrn gegeben. Seit rund zwei Wochen liege die Zustimmung zur Abtretung benötigter Grundstücke vor. Voraussichtlich soll die Maßnahme im Zeitraum Herbst 2017/Frühjahr 2018 über die Bühne gebracht werden. Vorgesehen sei eine Ausbaubreite der Straße mit sieben Metern, ein paralleler Wirtschaftsweg soll zwischen 3 Metern und 3,50 Metern breit werden. Fragen aus dem Zuhörerkreis befassten sich unter anderem mit dem baulichen Zustand der Bahnhofstraße, einem Notarzt-Standort und dem Breitbandausbau.

Rund um die BürgerversammlungEinwohnerstatistik

Stand zur Jahresbeginn: 8609; Stand 31. Oktober: 8573. Geburten: 58 (Vorjahr 75); Zuzüge: 499 (774); Sterbefälle: 96 (92); Wegzüge: 497 (617). Ausländische Mitbürger: 820, davon 123 Asylbewerber, anerkannte Flüchtlinge: 55.

Bilanz BR-Radltour

Auf rund 30 000 Euro bezifferte Bürgermeister Martin Birner die städtischen Kosten für die BR-Radltour am 1. August. Vor einigen Tagen hatte er im Stadtrat erläutert, dass der Ansatz - wegen des schlechten Wetters und damit nötiger Vorkehrungen - damit um 20 000 Euro überschritten wurde. Es sei aber unstrittig, dass die Radltour einen Imagegewinn gebracht habe.

Förderwegweiser

Verwaltungsleiter Peter Hartl stellte den Anwesenden noch den neu aufgelegten "Förderwegweiser" der Stadt vor. Mit der "Neunburger Innerortsbelebung", dem "Programm zur Förderung des Wohnungsbaus für Familien mit Kindern" und dem Kommunalen Förder- und Geschäftsflächenprogramm seien bis zu 70 000 Euro an Zuschüssen möglich. (mp)
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