Bürger über bevorstehenden Ausbau der Kreisstraße SAD 37 informiert
Ganzes Paket an Maßnahmen

Klaus Zeiser (links), Vorsitzender des Zweckverbandes Nord-Ost-Gruppe, beleuchtete die Situation bei der Erneuerung der Trinkwasserleitung. Bürgermeister Martin Birner und Friedrich Fleischmann, Tiefbauverwalter des Landkreises Schwandorf (rechts), folgten seinen Ausführungen. Bild: hür
 
Innerorts Neunburg verläuft die Kreisstraße SAD 37 über die Austraße (Foto) und die Katzdorfer Straße. Wenn der Landkreis nun die Asphaltdecke erneuert, nutzt die Stadtverwaltung die Baustelle, um gleichzeitig Wasserleitungen und Gehwege auf Vordermann zu bringen. Bild: Mardanow

Die Austraße und die Katzdorfer Straße werden zur Baustelle: Wenn der Landkreis der Kreisstraße SAD 37 einen neuen Belag verpasst, nimmt die Stadt Neunburg Gehwege und Wasserleitungen ins Visier. Jetzt wurde den Anliegern die Planung offengelegt.

In der Austraße und Katzdorfer Straße stehen in Kürze größere Baumaßnahmen an. Der Landkreis Schwandorf erneuert den Belag der Kreisstraße SAD 37, die Sanierungslänge umfasst hierbei rund 830 Meter. Neben der Deckenerneuerung werde der Kreis auch die zweizeiligen Straßenrinnen entlang der Bordsteine ausbauen und durch Einzeiler ersetzen.

Bordsteine ausbauen


Weil diese Arbeiten einen Eingriff in die beiden Gehwege der Au- und Katzdorfer Straße verursachen, müssen auch die Bordsteine ausgebaut und wieder auf Beton versetzt werden. Aufgrund dieser besonderen Situation und der Auswirkungen für Anlieger und Anwohner kam die Stadt Neunburg am Mittwoch ihrer Informationspflicht nach. Im Gasthof Sporrer informierten Bürgermeister Martin Birner und Projekt-Verantwortliche Anlieger und Interessierte über das Vorhaben.

Zunächst erläuterte Hans Böckl vom Planungsbüro Weiß & Partner den zeitlichen Ablauf der Baumaßnahmen. Diese würden in vier Abschnitte eingeteilt, wobei die Abschnitte 1 und 2 bis 30. Juli 2016 abgeschlossen sein müssten und Abschnitt 3 und 4 bis Mitte November diesen Jahres fertiggestellt sei. Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe nutzt die Gelegenheit, um in diesem Bereich die rund 50 Jahre alten Trinkwasserleitungen zu erneuern.

Wie Verbandsvorsitzender Klaus Zeiser erläuterte, kämen auf die Bewohner für die Erneuerung der Wasserleitung im Bereich des Gehwegs keinerlei Kosten zu. Lediglich bei Veränderungen der Leitung auf Privatgrundstücken - und auch nur, wenn der Eigentümer dies wolle - würden Veränderungsgebühren und Kosten in Rechnung gestellt. Die Gesamtinvestition belaufe sich auf 270 000 Euro. Wassermeister Torsten Hergenröther, der selbst in der Nähe der Baumaßnahme daheim sei, werde sorgfältig auf den ordnungsgemäßen Ablauf achten.

Im nächsten Schritt berichtete Bauamtsleiter Georg Keil über die Kostenstrukturierung für Anlieger bei der Erneuerung der Gehwege. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen stellte er die erwarteten Ausbaubeiträge ins Blickfeld: Im Durchschnitt kämen auf Grundstückseigentümer, die an die Baumaßnahme angrenzen, ein überschaubarer Eigenbeitrag von 500 bis 600 Euro zu. Dieser Beitrag werde in zwei Vorauszahlungen und einer Schlussrate fällig. Dieser Eigenbeitrag bemisst sich nach Größe des Grundstücks und der Geschossfläche. Im Durchschnitt seien dies 0,54 Euro pro Quadratmeter.

Ausführlich informieren


Der Hauptzahler dieser Maßnahme ist die Stadt Neunburg selbst. Die Gesamtbaukosten der Gehwegerneuerung belaufen sich auf 250 000 Euro, führte Georg Keil weiter aus. Bürgermeister Martin Birner hatte im gut gefüllten Sporrer-Saal die geballte Fachkompetenz versammelt, um den Interessierten und Betroffenen den maximalen Informationsfluss im Vorfeld zu gewährleisten.
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