Caritas räumt mit Gerüchten auf
Sozialstation bleibt vor Ort

Pflegedienstleiterin Anita Fischer und Pfarrer Stefan Wagner erläuterten die neue Situation der örtlichen Caritas-Sozialstation. Bild: sns

Wie geht es mit der Neunburger Sozialstation der Caritas weiter? Gerüchten über eine bevorstehende Schließung trat Pflegedienstleiterin Anita Fischer beim Krankenpflegeverein entgegen.

Lediglich ein geringer Kreis von 8 der insgesamt 671 Mitglieder war ins Pfarrheim Sankt Georg zur Jahreshauptversammlung gekommen. Anita Fischer, Pflegedienstleiterin der Caritas-Sozialstation Neunburg, beleuchtete die aktuelle Situation und sprach von einem Neubeginn auf Caritas-Ebene. "Entgegen aller Gerüchte wird die Sozialstation Neunburg nicht geschlossen", erklärte sie. Es hätte jedoch eine Vielzahl von Umstrukturierungsmaßnahmen vorgenommen werden müssen. Die Station stehe nun auf eigenen Beinen und sei mehr oder weniger auf sich selbst gestellt. Trotz Auflösung der Geschäftsstelle in Nittenau bleibe die enge Zusammenarbeit mit den Caritas-Sozialstationen in Oberviechtach, Maxhütte-Haidhof und Nittenau bestehen.

Der Pflegedienst der Station Neunburg habe im Vorjahr bei 66 Patienten insgesamt 10 945 Verrichtungen abgerechnet. Anita Fischer betonte die besonderen Anforderungen an das Pflegepersonal, das auch bei Glatteis unterwegs sein müsse, wenn beispielsweise notwendige Spritzen zu verabreichen sind.

Die Sparte "Essen auf Rädern" sei aufgegeben und von hiesigen Unternehmern übernommen werden. Der Hausnotruf, den bisher zehn Personen nutzen, laufe über eine Kooperation mit den Johannitern.

Vorsitzender und Stadtpfarrer Stefan Wagner sah den Krankenpflegeverein in seinem Rechenschaftsbericht als "solidarische Gemeinschaft zur Förderung der gelebten Nächstenliebe". Der Verein schaffe über die Mitgliedsbeiträge gewisse Freiräume bei der Pflege. Es sei möglich, Leistungen zu erbringen, die von der staatlichen Pflegeversicherung vor der Einstufung nicht übernommen werden; Voraussetzung sei eine ärztliche Verordnung. Ein Großteil der Beitragseinnahmen gehe deshalb an die Caritas-Sozialstation.
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