Der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht
Tag der Mahnung

Zahlreiche Fahnenabordnungen, Fackelträger der Feuerwehrjugend Neunburg, Stadträte und eine Ehrenwache der SuKK Kleinwinklarn umrahmten die Veranstaltung am Kriegerdenkmal. Bild: sns

"Geschichtsversessenheit ist Nährboden für die Blindgetriebenen. Unsere Trauer um die Toten von damals mahnt uns, also für die Lebenden zu sorgen". Mit diesen Worten erinnerte Bürgermeister Martin Birner am Volkstrauertag an die zahlreichen Opfer der beiden Weltkriege. Der Volkstrauertag sei ein Tag des Innehaltens und der Mahnung an die Opfer von Krieg und Gewalt.

Die Angehörigen können es sich nicht aussuchen, ob sie trauen wollen, sondern sie sind einfach traurig und vermissen ihre lieben Angehörigen, so der Bürgermeister. Doch für die jüngeren Deutschen rücke der Volkstrauertag immer ferner. Wir jüngeren haben die Menschen, die durch Krieg und Gewaltherrschaft gestorben sind, nicht mehr gekannt. Um wen sollen wir trauern" und Warum? Dieser Tag erinnere immer wieder in schmerzlicher Weise an das Leid und den Tod der Menschen vor über 70 Jahren. Über 55 Millionen Menschen starben durch den zweiten Weltkrieg. 5,3 Millionen deutsche Soldaten und 1,75 Millionen Zivilisten ließen ihr Leben.

Erst wenn wir uns bewusstmachen, dass hinter diesen Zahlen einzelne Menschen stehen, beginnen wir den Verlust zu fühlen, so Bürgermeister Birner. Er erinnerte auch an die, die wegen ihrer Orientierung oder ihrer politischen Einstellung und Widerstand gegen die Diktatur verfolgt, gefoltert und ermordet wurden. Nach einem kurzen Gebet durch Stadtpfarrer Stefan Wagner sowie drei Salutschüssen beendete die Stadtkapelle mit der Bayern- und der Deutschlandhymne die Gedenkfeier. Im Anschluss zogen Vereine und Fahnenabordnungen zur Pfarrkirche zum Gedenkgottesdienst.
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