Der Weg ist das Ziel

Die Schüler der Mittelschule und ihre tschechischen Freunde führten das Theaterstück "Santiago" mit großem Erfolg auf. Bilder: weu (3)
Vermischtes
Neunburg vorm Wald
19.06.2016
101
0
 
Rektorin Irene Träxler (rechts) und Bürgermeister Martin Birner (links) zeigten sich beeindruckt von dem Spiel der Schüler. Die Schulleiterin dankte Lehrkräften und Vertretern der Partnerschule.

Applaus von den Gästen und ein Lob von der Schulleiterin sprachen für die Qualität des Sprechtheaters "Santiago", welches Schüler aus Neunburg und Pobežovice gemeinsam auf die Bühne brachten. Das mit dem Sparkassen-Förderpreis ausgezeichnete Theaterstück punktete auch mit "Tiefgang".

Bis auf den letzten Platz war die Schwarzachtalhalle besetzt, als der Jugendchor aus Domažlice mit tschechischen und internationalen Liedern den Abend eröffnete. Rektorin Irene Träxler begrüßte zur Premiere des deutsch-tschechischen Sprachtheaters zahlreiche Ehrengäste. MdB Karl Holmeier, Stellvertretender Landrat Jacob Scharf und Bürgermeister Martin Birner zeigten ebenso Interesse an dem Jakobsweg-Stück, wie Schulamtsdirektorin Renate Vettori sowie die Schulkollegen.

In Kontakt kommen


Die Lehrkräfte Ulrich Wohlgemuth und Dr. Christine Paschen vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach besuchten die Aufführung mit den Austauschschülern der Obchodni-Akademie Prag. Auch etliche Bürgermeister, Hans Eibauer als Leiter des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) und Schülereltern auch aus Tschechien wurden begrüßt. Dank galt Mirka Sebestová, die das Theater mit den Schülern der tschechischen Partnerschule in Pobežovice vorbereitet hatte und als Dolmetscherin fungierte. Die Rektorin ließ die Entstehung der Partnerschaft mit den Schülern des Nachbarlandes kurz Revue passieren.

Mit der Ankündigung: "The Mittelschule Neunburg vorm Wald proudly presents Santiago" startete das Stück, zu dem Lehrer Christian Schreiner vorab anmerkte: "Die Schüler zeigen heute ganz eindrucksvoll, wie einfach es ist, in Kontakt zu kommen." Die erste Szene zeigte drei junge Damen im Liegestuhl (Katharina Dorrer, Selina Kölbl, Elena Schmidberger), die ihre Freizeit genießen. Im Gegensatz dazu macht sich der Protagonist Ben (Peter Lottner) auf den Jakobsweg von Prag nach Santiago de Compostela und trifft viele Leute.

Da sind der hochmotivierte Julian (Simon Schmid), der völlig erschöpfte Timmi (Florian Bösl) und Wanderer aus Tschechien. Obwohl die Leute gar nicht zusammenpassen, sich oft nicht verstehen und nicht kennen, erzählen sie sich ihre Geschichten und helfen sich gegenseitig. Sicher ist eins: Der Weg ist das Ziel. Musikalische Elemente des Chors der Mittelschule, den Martin Kristel leitete, verbanden die einzelnen Szenen. Stehende Ovationen und Riesenapplaus waren der Dank an das Ensemble. "Ich bin fast sprachlos", äußerte sich Rektorin Träxler und bekannte unter Beifallstürmen, dass sie stolz sei auf die Mitwirkenden und total begeistert von der tollen Premiere.

Lob für Vorzeigeprojekt


Ihr Dank galt den engagierten Lehrkräften Klaus Traurig, Martin Kristel und Christian Schreiner, die sie ebenso auf die Bühne holte wie Autorin Eva-Maria Neumaier, Mirka Sebestová und die Vertreter der Partnerschule mit ihrem Bürgermeister. Auch Bürgermeister Martin Birner war beeindruckt von dem, was Schulen leisten. Als "tolles Vorzeigeprojekt auf europäischer Ebene" bezeichnete er das Theater, das auch aufzeige, wie man aufeinander zugehen solle. Sparkassenvertreter Hans Herl sagte: "Das war profimäßig. Ihr habt den Förderpreis zu recht bekommen."

PartnerschulenNachdem im Jahre 2014 der Wunsch nach einer tschechischen Partnerschule entstanden war, stellte das CeBB in Schönsee Kontakte her. Schnell kam es zu ersten Begegnungen, die allerdings an fehlenden Sprachkenntnissen litten. Mirka Sebestová konnte die Mittelschüler schnell für die tschechische Sprache begeistern. Bei Besuchen in Pobežovice und durch gemeinsame Unternehmungen wurden schnell Freundschaften geschlossen. Das deutsch-tschechische Sprachtheater gilt als bisheriger Höhepunkt der Partnerschaft. Das Stück, von Eva-Maria Neumaier geschrieben, wurde als internationales Projekt der Mittelschule ins Leben gerufen. Im Bewusstsein von "Schule ohne Rassismus" soll es als Beitrag zur gelebten Völkerverständigung im Grenzraum die Jugendlichen zusammenführen und vorhandene Barrieren abbauen. (weu)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.