Einsatz, der Gold wert ist

Stars des Abends waren 40 "Gartenzwerge", die Schnaderhüpfln über ihr Dorf zum Besten gaben.
 
Glückwunsch: Landrat Thomas Ebeling (Fünfter von links), MdB Karl Holmeier (Zweiter von rechts), Bürgermeister Martin Birner (rechts) und die Kreisfachberater gratulierten den Vertretern der Siegerorte. Zur Erinnerung gab es eine Urkunde und eine Erinnerungsplakette. Bilder: pko (2)

Wenn die Eigenleistung der Bürger in Gold umgemünzt wird, ist das schon einen Festabend wert. Das Finale des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" war so gelungen wie das Erscheinungsbild der prämierten Orte. Vier durften sich diesmal freuen.

Neunburg-Penting. Für die nachhaltige Verschönerung erhielt Schneeberg Silber. Obermurach, Penting und Steinberg am See wurden mit Gold bedacht. Zur festlichen Abschlussveranstaltung luden Landrat Thomas Ebeling und das Kreisgartenamt ins Pfarrheim nach Penting ein. Auf der Bühne spielten die "D 'Blechquetscher" in der bäuerlichen Theaterkulisse. Die Vereinsvorsitzende des GOV Penting, Daniela Sieber, hatte den Saal mit ihrem Team ansprechend mit Herbstblumen dekoriert. Für eine Bereicherung des Abends sorgte die Kindergruppe. 40 "Gartenzwerge" erzählten auf der Bühne ungezwungen in Form von Schnaderhüpfln von ihrem Dorf.

Es geht ums Ganze


"Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" ist die wohl bedeutendste Bürgerinitiative Bayerns", begrüßte Landrat Thomas Ebeling die zahlreichen Gäste. Seit 1963 haben sich im Landkreis Schwandorf über 500 Ortschaften dem Dorfwettbewerb gestellt. Am Anfang sei das noch ein "Schönheitswettbewerb" gewesen. Im Laufe der Jahre seien die Bewertungskriterien erweitert und die Schwerpunkte verlagert worden, erklärte der Landrat. "Jetzt geht es auch um den Umgang miteinander, mit den Generationen, mit der Umwelt, mit den Ressourcen, mit den Zukunftschancen", betonte Ebeling. Es gehe ums Ganze und Schönheit komme eben auch von Innen, vom Herzen, fasste er zusammen.

Das alles hat eine neunköpfige Bewertungskommission, begleitet von den Kreisfachberaterinnen Heidi Schmid und Petra Schmid, im Juli beurteilt. Die Kreisfachberater Heidi Schmid und Wolfgang Grosser, zeigten in einer beeindruckenden Präsentation mit vielen Bildern die Vorzüge der vier prämierten Orte. Neben der gerahmten Urkunde nahmen die Goldgewinner jeweils einen Scheck über 500 Euro und der Silbergewinner über 400 Euro mit nach Hause. Alle erhielten eine Keramikplakette zur Erinnerung an ihren Erfolg.

Stärkt den Zusammenhalt


Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier gratulierte den Gewinnern. "Bei uns ist es am schönsten", sagte er im Vergleich zu anderen Gegenden in Deutschland. "Das ist ihr Verdienst", dankte er den Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereinen, dem Landratsamt und dem Landrat für das Mitmachen an dem Wettbewerb. Dieser stärke den Zusammenhalt und fördere die Dorfgemeinschaft, betonte Bürgermeister Martin Birner (Neunburg vorm Wald). Er würdigte die aktiven Motoren der Aktion, die rührigen Vorstände der Vereine, die Ortssprecher und vor allem die Haus- und Gartenbesitzer.

Penting und Steinberg am See treten 2017 auf Bezirksebene an.

Was beim Wettbewerb punktetObermurach erhielt die Goldmedaille Gruppe A: Das Dorf am Burghang, dem Haus Murach, beeindruckt durch schöne Gärten, eine gute Ortsdurchgrünung und eine starke Ortsgemeinschaft. Bereits 2008 wurde Obermurach auf Kreisebene mit Gold und auf Bezirksebene mit Silber ausgestattet. Nun kommt der Sonderpreis für "Außerordentliches bürgerschaftliches Engagement zur Gestaltung des Lebensumfeldes" hinzu.

Penting erhielt ebenfalls die Goldmedaille Gruppe A: Mit 405 Einwohnern und sieben Vereinen gilt Penting als familienfreundlich mit einem funktionierenden sozialen Netzwerk. In Penting werden viele Neubürger hervorragend integriert. Hier gab es noch keine Dorferneuerung und trotzdem haben die Einwohner viel erreicht, zum Beispiel eine Bürgerwindkraftanlage.

Schneeberg holte die Silbermedaille Gruppe A: Hier punktete das rege Vereinsleben, die gepflegten Gärten und schöne öffentliche Grünflächen. Das Feuerwehrhaus und die Festhalle mit Backofen entstanden mit viel Eigenleistung. Die naturnahe Landschaft mit vielen Biotopen und Streuobstbeständen ist zusammen mit dem Dorf Schneeberg eine Perle im Aschatal.

Steinberg am See wurde mit der Goldmedaille Gruppe B ausgezeichnet: Bereits 1974 gewann der Ort die Goldmedaille auf Bezirksebene und sogar Silber auf Landesebene. Der Steinberger See ist mit den weiteren Gewässern der Seenplatte ein Besuchermagnet und hat den Wandel vom Braunkohleindustriestandort zum Tourismus- und Naherholungszentrum mit Bravour bestanden. (pko)
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