Einsatzübung der Feuerwehr Penting und der Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht Neunburg
Rettungskräfte auf brüchigem Eis

Gemeinsam übten die Feuerwehr Penting und die Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht Neunburg die Eisrettung. Bilder: pko (2)
 
Der Eisretter der Wasserwacht kämpft sich mit seinem Rettungsschlitten durch das brüchige Eis.

"Person im Eis" lautete das Alarmstichwort der gemeinsamen Einsatzübung der Feuerwehr Penting und der Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht Neunburg. Dabei wurde deutlich, dass derartige Einsätze dramatisch und gefährlich sein können.

Neunburg/Penting. Vorangegangen war eine gemeinsame Schulung im Gerätehaus der Pentinger Feuerwehr. Stefan Dirnberger von der Wasserwacht erläuterte ausführlich Gefahren bei Einsätzen an winterlichen Gewässern und erklärte entsprechende Vorgehensweisen und Einsatztaktiken. Wie dramatisch und gefährlich derartige Einsätze sein können, konnte durch verschiedene Videosequenzen und Bilder eindringlich dargestellt werden.

Theorie und Praxis


Im anschließenden Trockentraining probierten die Floriansjünger das praktische Vorgehen mit der Steckleiter aus. Immer unter dem Grundsatz der Sicherung von Material und Gerät wurde ein lebensgroßer Übungsdummy aus der Fahrzeughalle gerettet. Alleine mit der Steckleiter wurden hierbei sechs verschiedene Fortbewegungsarten auf dem Eis simuliert. Was nach lustiger Spielerei aussah, wurde damit schnell zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Zudem stellte die Wasserwacht hier auch die Materialen und Möglichkeiten bei Eisrettung vor.

Mit Digitalfunk


Gekrönt wurde die gemeinsame Fortbildung von einer abschließenden Übung unter einsatzmäßigen Bedingungen. Nachdem die Übungspuppe von der Übungsleitung im Kollerweiher platziert worden war, rückte zunächst die Feuerwehr Penting als zuständige Ortswehr zur Einsatzstelle aus. Dabei kam das Beleuchtungsmaterial der Feuerwehr zum Einsatz. Die Steckleiterteile wurden für einen Rettungsversuch vorbereitet. Allerdings stellte die Gruppenführerin der Feuerwehr Penting in ihrer Lageerkundung fest, dass die Eisdecke zu brüchig ist und ein Rettungsversuch mittels Leiter zu gefährlich und wenig erfolgversprechend erscheint.

Deshalb wurde das Eintreffen der Kameraden der Wasserwacht abgewartet. In wirklich schweißtreibender Arbeit kämpfte sich der Eisretter der Wasserwacht mit seinem Rettungsschlitten durch das brüchige Eis und brachte seinen Patienten sicher an Land. Die gesamte Einsatzkommunikation zwischen den beiden beteiligten Organisationen wurde bereits über den neuen Digitalfunk abgewickelt und verlief völlig reibungslos! Der Übung schloss sich eine gemeinsame Brotzeit im Pentinger Feuerwehrhaus an, bei der sich Kommandant Jürgen Keilhammer bei Stefan Dirnberger für die anschauliche und lehrreiche Unterweisung über die Gefahren bei vereisten Gewässern bedankte. Auch Sabine und Günther Koller von der gleichnamigen Reiterpension begrüßten im Interesse der Sicherheit ihrer Gäste die realitätsnahe Übung.

VerhaltensregelnFür Einzelpersonen muss das Kerneis 10 Zentimeter dick sein, für Gruppen 15 bis 20 Zentimeter. Die Dicke der Eisdecke nimmt zur Mitte hin ab. Verhaltensregeln: Betrete das Eis erst, wenn es dick genug ist! Bedenke unterschiedliche Eisstärken! Achte auf Warnhinweise und befolge sie! Mache aus Spaß keine Löcher ins Eis! Beachte Markierungen auf dem Eis! Verlasse das Eis, wenn es knistert und knackt! Lege dich bei Einbruchgefahr aufs Eis! Rufe bei Gefahr laut um Hilfe! Nähere dich einem Eingebrochenen auf bzw. mit einem Gegenstand um dein Gewicht auf dem Eis zu verteilen! Reiche einem Eingebrochenen niemals die Hand - nimm einen Gegenstand! (pko)
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