Feuerwehr-Kommandanten für neue Modulare Truppausbildung geschult
Rüstzeug für Einsätze mitgeben

Mit der neuen Truppausbildung lässt sich die Schulung der Feuerwehr-Einsatzkräfte an dem vorhandenen Gerät ausrichten. Bild: hfz

Nach dem Feuerwehrgesetz ist der Kommandant einer Wehr für die Ausbildung seiner aktiven Mannschaft verantwortlich. Seit 2014 bereitet die Modulare Truppausbildung (MTA) auf den Ernstfall vor. Eine Schulung brachte die Befehlsgeber auf den neuesten Stand.

Mit der neuen Schulungsform hat die bisherige Truppmann- und Truppführerausbildung eine Überarbeitung erfahren. Die Modulare Truppausbildung (MTA) orientiert sich an der tatsächlichen Ausrüstung der Wehren, beinhaltet Truppführer- und Sprechfunker-Qualifikation sowie praktische und einsatzrelevante Inhalte und die Grundlagen der Feuerwehrdienstvorschriften. Dafür ist die MTA in ein 110-stündiges Basismodul, das Modul "Ausbildungs- und Übungsdienst" und in Ergänzungsmodule unterteilt. Damit kann jede Wehr einen individuell zugeschnittenen Unterricht ausarbeiten und die Ausbildung an ihre Ausrüstung anpassen.

Nach zwei Jahren Übungs- und Ausbildungsdienst erwartet den Teilnehmer eine schriftliche und praktische Abschlussprüfung, mit der er sich für weiterführende Lehrgänge und als Truppführer qualifiziert. Nötige Ergänzungsmodule legt der jeweilige Kommandant fest, die Anzahl der Unterrichtseinheiten und der Ausbildungsbedarf ist von den vorhandenen Geräten abhängig.

Für eine Tagesschulung zu dieser Thematik hatte Reinhold Stangl, zweiter Kommandant der Stützpunktwehr Neunburg, kompetente Unterstützung von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg angefordert. 51 Kommandanten, Ausbilder und Jugendwarte aus umliegenden Wehren, Kreisbrandinspektor Richard Fleck und die Kreisbrandmeister Ferdinand Duscher und Christian Weinfurtner erhielten durch die Lehrkräfte Daniel Brunner, Andreas Homann und Matthias Wagner die neuesten Infos. Die Referenten zeigten auf, wie Unterrichte und Übungen organisiert werden, Themeninhalte wie Erste Hilfe im Feuerwehrdienst oder öffentliches Auftreten wurden beispielhaft vorgestellt und in Gruppen erarbeitet. Referent Brunner appellierte an die Ausbilder, vor allem die Qualität der Ausbildung im Fokus zu haben. Schließlich gehe es beim Einsatz häufig auch um Menschenleben.

Bürgermeister Martin Birner war voll des Lobes für die Feuerwehrausbilder die unentgeltlich und ehrenamtlich ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben. Dies sei keine Selbstverständlichkeit, sondern erfordere viele Stunden geopferte Freizeit und ständige Weiterbildung. Die Kommunen könnten zwar die nötige Ausrüstung anschaffen, jedoch ohne gut ausgebildete Feuerwehrleute sei dies wertlos.
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