Fischereiverein vor großen Herausforderungen
Teilerfolge gegen Kraftwerksbau

Michael Throner (Vierter von links) als Vorsitzender und Johann Karl (links dahinter) als neuer Stellvertreter stehen künftig an der Spitze des Fischereivereins. Zur erfolgreichen Neuwahl gratulierte Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl (rechts). Bilder: pko (2)
 
Das Verhältnis von einem Kilogramm Raubfisch zu fünf Kilogramm Friedfisch stimmt genau.

Die Anforderungen an den Fischereiverein werden immer größer. Das Verfahren für die geplante Wasserkraftanlage am Eixendorfer See ist offen, und es wird noch viele Kämpfe geben. Trotzdem stellte sich Vorsitzender Michael Throner erneut zur Wahl und wurde einstimmig bestätigt.

Neunburg-Penting. Zusammen mit Robert Bäumler wird der Vorsitzende das erreichte Klagerecht des Vereines in Sachen Wasserkraftwerk wahrnehmen, damit viele Angler ihrem Hobby noch lange nachgehen können. "Die Grundlage für einen gesunden Fischbestand haben unsere Vorgänger gelegt", war Throner dankbar.

Auswirkung auf Laichgebiet


"Unserer Forderung wurde nachgegeben, und es wird jetzt eine Fischaufstiegshilfe gebaut", berichtete Robert Bäumler. Der Umweltschutztechniker beim Bund Naturschutz erläuterte die erwarteten Schäden für die Fische im Eixendorfer Stausee. Durch das bei Hillstett geplante Wasserkraftwerk würden wertvolle Teillebensräume wie das Laichgebiet und die "Kinderstube" der Wasserlebewesen zerstört und auch der Unterwasserbereich degeneriert. Schäden bei Fischen und die Vernichtung der Muschelbestände seien zu erwarten. Die Fischtreppe sowie die geplante Schaffung von Ersatzlaichplätzen wertete der passionierte Angler als Teilerfolg. "Wir beide werden an vorderster Front weiterkämpfen", versicherte Throner, denn der Fischschutz habe oberste Priorität.

In einer offenen Abstimmung konnte reibungslos ein neuer kompletter Vorstand für die nächsten drei Jahre gewählt werden. Zum neuen Stellvertreter neben Throner wurde Johann Karl gewählt. Ebenfalls neu besetzt wurden der Schriftführerposten mit Petra Kronau, die Kassengeschäfte übernimmt Reinhard Wallitschek, und als Jugendleiter kam Simon Fröhler neu dazu. 95 stimmberechtigte Mitglieder wählten. Insgesamt zählt der Fischereiverein über 465 Köpfe.

Die verkauften Wochenkarten stiegen im Vorjahr von 225 auf 253, Jahreserlaubnisscheine für das Angeln im Stausee wurden 105 gelöst (96 in 2014) Bei den Tageserlaubnisscheinen (TES) und Zehnerkarten für Gastangler (ZTES) kam es wegen des heißen Sommers zu einem Rückgang von 2727 auf 2235 TES und von 1002 auf 870 ZTES, erläuterte der Vorsitzende. Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl dankte dem Fischereiverein für seine Fürsorge um die Natur und bewunderte den großen Stellenwert, den die Jugendarbeit einnehme. Im Namen der Stadt dankte sie für die Hege und Pflege des Stausees.

Gutes Zeugnis ausgestellt


Empfehlungen zur "fischereilichen Bewirtschaftung des Eixendorfer Stausees" gab Dr. Michael Schubert vom Institut für Fischerei in Starnberg. "Das Verhältnis von einem Kilogramm Raubfisch zu fünf Kilogramm Friedfisch stimmt genau. "Macht's weiter so", forderte der Fachmann auf. Es sei erstaunlich, dass die Neunburger mit der Angel das so hinbekommen haben, das stehe für eine gute Bewirtschaftung. Weiterhin sollten jährlich drei Tonnen Weißfisch und auch Rotaugen entnommen werden, empfahl Dr. Schubert.

Der Obmann der Gewässerwarte, Alois Decker, bat darum, Fotos von kapitalen gefangenen Fischen dem Verein für die Homepage zur Verfügung zu stellen. Für heuer sei ein Fischbesatz in Stausee und Schwarzach im Wert von 44 800 Euro geplant. Wenn die Zuschüsse für das Artenhilfsprogramm wie erwartet fließen, dann blieben Kosten von 31 000 Euro für den Verein übrig.
Das Verhältnis von einem Kilogramm Raubfisch zu fünf Kilogramm Friedfisch stimmt genau.Dr. Michael Schubert, Institut für Fischerei in Starnberg


NeuwahlenVorsitzender: Michael Throner; Stellvertreter: Johann Karl (neu); Schriftführer: Petra Kronau (neu); Kassenleiter: Reinhard Wallitschek (neu); Jugendleiter: Simon Fröhler (neu); Obmann der Fischereiaufseher: Paul Kirschenbauer; Obmann der Gewässerwarte: Alois Decker; Gerätewart: Werner Bauer.

Beisitzer: Hans Deyerl (Orga-Leiter Veranstaltungen); Rainer Wild (Webmaster); Andreas Schmidt (Gewässerbewirtschaftung); Matthias Brunner (stellvertretender Schriftführer, Recht, Angelbedingungen); Simon Binder (stellvertretender Schriftführer, Recht, Angelbedingungen); Alexander Kern (Jugend).

Kassenprüfer: Johann Herl, Josef Vogl und Josef Wachter . (pko)
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