Freisprechungsfeier für 68 junge Landwirte
Ernte der Ausbildung einfahren

Mindestens einen Schnitt von 1,36 hatten die acht besten Jung-Landwirte der Berufsschul-Abschlussklasse im Zeugnis stehen: (von links) Nicole Klose (Nabburg), Manuel Meier (Teunz), Lukas Rötzer (Rötz), Florian Graml (Bernhardswald), Johannes Frank (Roding), Andreas Mühlbauer (Eschlkam), Johannes Uschold (Niedermurach) und David Zwicknagel erhielten eine Urkunde des Freistaats Bayern. Manuel Meier schaffte zusätzlich die beste Note bei der Prüfung zum Landwirt. Klassenleiter, Repräsentanten der Berufsschule
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Neunburg vorm Wald
28.07.2016
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Als Belohnung für ihren Fleiß in Schule und Ausbildung durften 68 angehende Landwirte am Donnerstag "Erntedank" feiern. Bei der Freisprechungsfeier erhielten sie ihre Zeugnisse. Von drei Absolventen mit der Traumnote 1,0 kommen zwei aus dem Landkreis Schwandorf.

In der Schwarzachtalhalle eröffnete das "Burgtrio" der Städtischen Musikschule die Freisprechungsfeier im Ausbildungsberuf Landwirt. "Sie sind heute hier um die Ernte einzufahren", wandte sich Leitender Landwirtschaftsdirektor Reinhold Witt, Chef des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf, an die jungen Leute aus den Landkreisen Schwandorf, Cham und Regensburg.

Nach der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste, darunter Schwandorfs stellvertretender Landrat Joachim Hanisch und Neunburgs Bürgermeister Martin Birner, gratulierte Witt den neuen Landwirten zum Abschluss. Sie hätten sich für eine strategisch wichtige Schlüsselbranche entschieden, die in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werde. Schließlich gelte es, die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen. Reinhold Witt sah die jungen Herren und Damen als künftige Botschafter des Berufs Landwirt. Ihr Abschluss sei ein stabiles und ausbaufähiges Startkapital, das ihnen niemand nehmen könne.

Rückblick aufs Schuljahr


Als Außenstellenleiter der Berufsschule ließ Studiendirektor Günter Dirnberger das Ausbildungsjahr Revue passieren. Insgesamt 456 Schüler wurden in den Ausbildungszweigen Landwirt (99), Forstwirt (199) und Land- und Baumaschinenmechatroniker (158) unterrichtet. Bei den Landwirten kamen die Schüler im wesentlichen aus den Kreisen Schwandorf und Cham, die angehenden Forstwirte stammen aus ganz Bayern und die Mechatroniker aus der Oberpfalz.

Von den 26 Schülern der Landwirt-Abschlussklasse haben 24 bestanden, berichtete Dirnberger. Davon hatten 12 eine Eins vor dem Komma, 8 davon hatten einen Schnitt von mindestens 1,36. Die 1,0 schafften drei Berufsschul-Absolventen: Nicole Kloße aus Nabburg, Manuel Meier aus Teunz und Lukas Rötzer aus Rötz.

Josef Wendl, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, hatte statistische Zahlen über die Prüfung zum Landwirt parat. 86 Teilnehmer hatten sich zur Prüfung angemeldet, davon waren 37 Auszubildende und 49 haben die Ausbildung über das Bildungsprogramm absolviert. 79 traten zur Prüfung an und 68 haben bestanden. Die drei Prüfungsbesten waren Manuel Meier aus Teunz (Lehrbetrieb Johannes Hösl, Hof bei Oberviechtach) mit der Note 1,24, Lorenz Koch aus Dingolfing mit der Note 1,41 und Stefan Liegl aus Hocha (Lehrbetrieb Josef Wutz, Wullnhof) mit der Note 1,64. 70 Prüfer haben sich für die Abnahme zur Verfügung gestellt.

Appell zur Weiterbildung


In ihren Grußworten stellten der stellvertretende Landrat Johann Mayer aus Regensburg, Bürgermeister Martin Birner und Landwirtschaftsmeister Josef Wendl den hohen Stellenwert des Berufes Landwirt heraus. Sie forderten die Absolventen auf, die möglichen Angebote zu Weiterqualifizierungen zu nutzen.

Ausbildungsleiter Hermann Bolz appellierte an die jungen Leute, auf dem vorhandenen Grundstock an Wissen aufzubauen. Stillstand sei Rückschritt - "und gerade das können wir uns in diesen Zeiten in der Landwirtschaft nicht erlauben". Mit dem Singen der Bayernhymne klang die Freisprechungsfeier aus.
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