Im Übergangsquartier in der Hauptstraße läuft das Geschäft
Eine-Welt-Laden mit Umsatzplus

Von Tee bis Gewürzen, von Wein bis Schokolade, von Kunsthandwerk bis Korbwaren. Vielseitig ist das Sortiment im Eine-Welt-Laden der Pfarrei Sankt Josef. Ein ehrenamtliches Verkaufsteam um Marianne Zeiser (rechts) nimmt sich Zeit für die Kunden. Bild: Mardanow

In den Verkaufsregalen geht's international zu: Mangos von den Philippinen, Kunsthandwerk aus Indien und Rum aus Kuba locken die Kunden. Seit gut einem Jahr hat der Eine-Welt-Laden der Pfarrei sein Übergangsquartier in den Rathaus-Arkaden bezogen. Und der Umsatz ist gestiegen.

Seit mittlerweile zwölf Jahren gibt es in Neunburg den Eine-Welt-Laden, in dem ein Team von Ehrenamtlichen Produkte aus fairem Handel verkauft. Bis 2014 befanden sich die Geschäftsräume in der Alten Fronfeste, doch mit dem Beginn der dortigen Sanierung musste das angestammte Domizil verlassen werden. Seit 22. Januar 2015 wird das vielfältige Sortiment in den Rathaus-Arkaden (Hauptstraße 10) angeboten.

Es wird bewusster gekauft


"Es war ein gutes Jahr" zieht Marianne Zeiser, eine der ehrenamtlichen Verkäuferinnen, gegenüber dem NT Bilanz. Das neue Ladengeschäft habe sich toll bewährt, "wir sind insgesamt zufrieden". Kürzlich beim Jahresabschluss sei erfreut registriert worden, dass der Umsatz "doch um Einiges gestiegen ist". Doch hänge dies nicht unbedingt mit dem neuen Standort zusammen - "vielmehr steigt bei den Leuten das Bewusstsein für Waren und Produkte aus fairem Handel".

Zu 90 Prozent seien es Stammkunden, die im Eine-Welt-Laden einkaufen. Das Einzugsgebiet erstrecke sich von Neunburg bis nach Oberviechtach und Teunz, aber auch aus Winklarn, Bodenwöhr und Rötz kommt immer wieder mal Kundschaft. "Zu Ferienzeiten kaufen auch regelmäßig Urlauber bei uns, die meist ganz gezielt nach solchen Geschäften suchen", berichtet Marianne Zeiser.

Den größten Teil des Umsatzes erzielt der Eine-Welt-Laden über Kommissionsware. Vor allem mit dem Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach besteht hier seit Jahren eine hervorragende Zusammenarbeit. Und diese Handelspartnerschaft ist mit Ernennung des Gymnasiums zur Fairtrade-Schule (NT berichtete) wieder neu ins Blickfeld gerückt worden. "Dort gibt es sogar ein P-Seminar zum fairen Handel", schildert die Verkäuferin, unter anderem würden an der Schule die Getränkeautomaten mit fair gehandelten Erzeugnissen befüllt. Rund um Misereor-Aktionen und die Weltmissionssonntage decken sich Pfarreien aus dem gesamten Dekanat mit Waren ein. Vereine lassen sich Geschenkkörbe für Geburtstagsjubilare zusammenstellen oder erwerben Gutscheine.

Absoluter Renner im Sortiment sind die "Popquins", eine süße Knabberei aus Reis und Quinua-Körnern aus den Anden - "besonders bei unser jungen Kundschaft sind die sehr gefragt". Weitere Bestseller seien getrocknete Mangos oder der "Frauenbund-Kaffee". Ansonsten reicht das Angebot von Schokoladen in allen Variationen über Wein aus Südafrika und Chile sowie rund 40 Tee-Sorten bis hin zu Gewürzen von A wie Anis bis Z wie Zimtstangen.

Den Preis wert


Auch Kunsthandwerk fehlt nicht in der Produktpalette, wie beispielsweise aus Blechabfall filigran gebastelte Feuerwehrautos, Motorräder oder Flugzeuge aus Madagaskar. Die Waren bezieht das Verkaufsteam ebenfalls auf Kommissionsbasis über den Eine-Welt-Laden in Teublitz.

"Wir leben sehr viel von Mund-zu-Mund-Propaganda", beschreibt Marianne Zeiser. Ein Plus und Markenzeichen sei auch die Qualität der Waren. Es werde immer mehr anerkannt, dass die hochwertigen Produkte ihren Preis wert seien. Es sei schließlich Grundgedanke des fairen Handels, den Erzeugern in Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien zu gerechten Arbeitsbedingungen und Löhnen zu verhelfen.

Infos zum LadenÖffnungszeiten

Dienstag von 8.30 bis 11 Uhr sowie Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils von 16 bis 18 Uhr.

Verkaufsteam

Ehrenamtliche Mitarbeiter sind Gabriele Ebenschwanger, Tina Dorrer und Marianne Zeiser sowie Agnes Jonas, Margit Zeiser und Annemarie Spießl. (mp)
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