Kinderkrippe im Gerhardinger-Haus besteht seit zehn Jahren
Wegweiser für erste Lebensjahre

Der Morgenkreis läutet regelmäßig den Tagesablauf in der Kinderkrippe des Theresia-Gerhardinger-Hauses ein. Die Buben und Mädchen lernen in der Einrichtung soziales Miteinander und können ihre individuellen Begabungen entdecken und erproben. Bild: hfz
Vermischtes
Neunburg vorm Wald
20.01.2016
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Sie dürfen spielen, kuscheln und träumen und werden ein Stück weit auf dem ersten Abschnitt des Lebenswegs begleitet. Fast 150 Buben und Mädchen haben die Kinderkrippe im Theresia-Gerhardinger-Haus bereits besucht. Jetzt feiert die Einrichtung ihren ersten runden Geburtstag.

Individuelle Förderung für jedes Kind, das Selbstvertrauen stärken, sich "was zutrauen" lernen und unterstützen. Diesen Ansatz ihrer pädagogischen Arbeit verfolgt die Kinderkrippe im Gerhardinger-Haus am Klosterberg. Sinnbildlich dafür steht eine These des chinesischen Philosophen Konfuzius, die im aktuellen Info-Flyer der Einrichtung abgedruckt ist: "Sag es mir und ich vergesse! Zeig es mir und ich erinnere! Lass es mich selbst tun und ich werde es behalten." Dieser Spruch gibt genau wieder, was das Haus vertritt.

Bis zum dritten Lebensjahr


Unter dem Dach des Gerhardinger-Hauses sind die Kleinsten in einem eigenen Reich untergebracht, das ganz auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Es gibt eine Ecke zum Kuscheln, einen großzügigen Gruppenraum, Schlafgelegenheiten zum Träumen und viel Platz zum Spielen. Bei der Eröffnung Ende Januar 2006 - vor mittlerweile genau zehn Jahren - gab es zunächst eine Gruppe, mittlerweile sind es deren zwei. Insgesamt 24 Kinder werden in einem offenen Konzept betreut. Buben und Mädchen bis zum dritten Lebensjahr werden in der Krippe aufgenommen.

Mit Eveline Stangl (Gruppenleitung, Krippenpädagogin), Tanja Süß (Gruppenleitung, Krippenpädagogin), Rebecca Gleixner (Erzieherin), Regina Kirschner (Kinderpflegerin, Krippenpädagogin) und Lucie Boudova (Kinderpflegerin, Krippenpädagogin) verfügt die Gruppe über fachlich ausgebildetes Personal mit jahrelanger Erfahrung. "Harmonie und gute Zusammenarbeit untereinander ist uns äußerst wichtig", erläutert Eveline Stangl, "nur so fühlen sich die Kinder auch richtig wohl".

Die Kinderkrippe ist eine familienergänzende Einrichtung, die das Elternhaus nicht ersetzen kann, aber durch bestimmte Strukturen und eine besondere pädagogische Atmosphäre die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützt. Seit der Eröffnung vor 10 Jahren haben bereits 148 Kinder die Krippe im Theresia-Gerhardinger-Haus besucht. Die Resonanz der Eltern ist durchwegs positiv und viele Väter und Mütter setzen auch für die Zeit nach der Kinderkrippe auf das pädagogische Know-how der Einrichtung: Im gleichen Haus befindet sich ein Kindergarten mit vier verschiedenen Gruppen sowie ein Schülerhort. Die Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr (Krippe bis 16.15 Uhr) ermöglichen vielen Eltern, wieder ins Berufsleben einzusteigen.

Konzept aus drei Säulen


Träger des Hauses ist die Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau in München, die Gesamtleitung der Einrichtung obliegt Schwester Christine Gindhart. Als ein Ort der Begegnung und Förderung lernt das Kind hier soziales Miteinander und kann seine individuellen Begabungen entdecken und erproben. Mit dem Konzept der drei Säulen aus Kinderkrippe, Kindergarten und Schülerhort haben die Verantwortlichen einen überaus erfolgreichen und auch richtigen Weg eingeschlagen.

Eltern, die einen Platz für ihren Nachwuchs in Krippe, Kindergarten oder Schülerhort benötigen, können ihre Kinder am Montag, 28. Januar, von 8 bis 17.30 Uhr anmelden. "Gerne kann aber auch schon vorher ein Termin für ein persönliches Gespräch und eine Besichtigung der Räume vereinbart werden", erklärt Schwester Christine Gindhart. Für interessierte Eltern ist sie tagsüber unter Telefon 09672/92680-10 zu erreichen.

Mit Tag der offenen TürAls eine der ersten Kinderkrippen im Landkreis und als erste Kinderkrippe in Neunburg feiert das Theresia-Gerhardinger-Haus am Samstag, 30. Januar, von 14 bis 17 Uhr das zehnjährige Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Dazu sind alle Eltern, Freunde der Einrichtung sowie Interessierte eingeladen.

"Wir möchten unsere Einrichtung vorstellen und freuen uns, wenn möglichst viele der Einladung folgen", betont Schwester Christine Gindhart. Ab 14 Uhr überraschen die Projektkinder des Kindergartens mit ihrem Programm und um 15.30 Uhr zeigen die "Wilden Tänzer" des Schülerhorts eine kleine Darbietung. Zudem wird der Gewinner des Malwettbewerbs der Hortzeitung bekannt gegeben.

Die verschiedenen Räumlichkeiten können besichtigt werden, Kinderschminken und Basteln vertreiben die Zeit. Bei Kaffee und Kuchen ist auch der Austausch mit anderen Eltern möglich. (hfz)


"Berliner Modell"Beim Eintritt in die Kinderkrippe setzt das Theresia-Gerhardinger-Haus auf eine intensive Zusammenarbeit mit den Familien. Gespräche und eine liebevolle Eingewöhnungsphase sollen Kinder, Väter und Mütter harmonisch auf die neue Situation vorbereiten. Dies geschieht nach dem "Berliner Eingewöhnungsmodell": Drei Tage jeweils eine Stunde mit den Eltern oder einem Elternteil in der Krippe, ohne Trennung. Ab dem vierten Tag beginnt die schrittweise Trennung, diese Phase ist nach etwa vier Wochen abgeschlossen. (hfz)
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