Knapp 470 Auszubildende an der Berufsschule
Grüne Berufe bleiben gefragt

Fachoberlehrer Franz Gregori (Mitte) wurde durch den stellvertretenden Leiter des Berufsschulzentrums, Johann Bauer (links), und Außenstellenleiter Günter Dirnberger verabschiedet. Als Erinnerungsgeschenk erhielt er ein Aquarell einer Neunburger Stadtansicht. Bild: hfz

Der Trend an der Berufsschule setzt sich fort: Mit 465 Schülern ist die Zahl der Auszubildenden erneut leicht gestiegen. Für ein "Urgestein" in der Ausbildung von Land- und Baumaschinenmechanikern kam der Schlussgong.

In einer Pressemitteilung informierte die Außenstelle des Staatlichen Schulzentrums Oskar-von-Miller Schwandorf, dass im Vergleich zum Vorjahr bei den Schülerzahlen eine "schwarze Null" steht: Zum Schuljahresbeginn waren 465 Schüler, 9 mehr als 2015/16, in den Berufen Forstwirt, Landwirt und Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik registriert. "Die grünen Berufe mit einer Mischung aus Natur und Technik sind bei den Jugendlichen gefragt", so die Schlussfolgerung.

Aus ganz Bayern


Die Stütze der Schule bilden weiter die nunmehr 202 (im Vorjahr: 200) Forstwirte, die aus ganz Bayern nach Neunburg kommen. In der landwirtschaftlichen Ausbildung befinden sich derzeit 101 (98) Jugendliche in vier Klassen - drei Fachstufenklassen sowie einer Berufsgrundschuljahrklasse Agrarwirtschaft (BGJ). Die Landwirte kommen aus den Landkreisen Schwandorf und Cham sowie Teilen der Landkreise Amberg-Sulzbach und Regensburg.

Auch die Zahl der Schüler im Beruf Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik ist erneut auf hohem Niveau. Mit 162 (158) Auszubildenden aus der gesamten Oberpfalz bilden sie die zweitgrößte Berufsgruppe an der Schule, die damit voll und ganz ausgelastet ist.

Der Landkreis Schwandorf als Sachaufwandsträger investiert weiter kräftig in den Bildungsstandort Neunburg. Die in den vergangenen Jahren gestiegenen Schülerzahlen erfordern etliche Baumaßnahmen an der Außenstelle. So wurde im vergangenen Jahr der Erweiterungsbau der Landmaschinenhallen geschultert. In den Sommerferien wurde das Außengelände hinter dem Schulgebäude umgestaltet; Hauptziel war die Schaffung neuer Parkplätze. Der Landkreis unterstützt die Berufsschule, wo es nur geht.

Beim Lehrpersonal ergaben sich zum Schuljahresbeginn keine größeren Änderungen. Zum Schuljahresende verabschiedete sich das Urgestein der Land- und Baumaschinenmechanikerausbildung, Fachoberlehrer Franz Gregori, nach 35 Jahren Schuldienst in den Ruhestand. Für ihn kommt nun fest der Fachlehrer Johannes Schneider nach Neunburg ins Lehrerteam. Er hat mit Ablauf des vergangenen Schuljahres seine Fachlehrerausbildung an der Neunburger Berufsschule und im Staatsinstitut Ansbach abgeschlossen. Insgesamt unterrichten wie im Vorjahr rund 25 hauptamtliche und nebenberufliche Lehrkräfte am "grünen Zentrum".

Schülerheim voll belegt


Bleibt noch zu erwähnen, dass angesichts der höchst erfreulichen Entwicklung auch das kreiseigene Schülerheim auf dem Schulgelände mit seinen etwa 80 Heimplätzen weiter voll belegt ist.

Die zentralen Großveranstaltungen im ersten Schulhalbjahr sind der Berufswettbewerb für die Landwirte am 7. Februar und für die Forstwirte am 16. Februar. Mit einem "Tag der offenen Tür" am Sonntag, 7. Mai 2017, möchte sich die Berufsschule in die 1000-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Neunburg einbringen und zugleich ihr 60-jähriges Bestehen feiern.
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