Knopfdruck setzt Glasfasernetz in Betrieb
Datenautobahn ist freigegeben

Mit einem symbolischen Knopfdruck gaben (von rechts) Stadtrat Martin Scharf, Bürgermeister Martin Birner, Amplus-Vorstandsvorsitzender Christof Englmeier und Stadtwerke-Vertreter Josef Weingärtner das Glasfasernetz frei. Im Gegenlicht nur schwer zu erkennen ist das Schild mit der leuchtenden Aufschrift "Endlich schnell", dass Amplus-Mitarbeiter Josef Seidl (Zweiter von links) in die Höhe hält. Bild: Mardanow
Vermischtes
Neunburg vorm Wald
14.09.2016
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Die Tage für das Tempolimit im Internet sind gezählt. Per Knopfdruck ging das Glasfasernetz der Stadt Neunburg am Mittwoch in Betrieb. Der Breitbandausbau durch die Amplus AG kostete insgesamt knapp 1,05 Millionen, die Stadt muss aber nur einen Bruchteil selbst bezahlen.

Als "wichtiges Ereignis" und als "Zukunftsprojekt für die Stadt" klassifizierte Bürgermeister Martin Birner den Anschluss ans schnelle Internet. Bei Gesamtkosten von knapp 1,05 Millionen Euro, bekam die Stadt durch den Freistaat Bayern einen satten Zuschuss von 935 000 Euro (rund 90 Prozent). Bei der Umsetzung des Projekts sei die Amplus AG Kooperationspartner von Stadt und Stadtwerken gewesen.

"Bürger gut betreuen"


In den vergangenen Monaten - Birner erinnerte an den Spatenstich vor fast exakt einem Jahr - habe Neunburg eines der flächenmäßig größten Glasfasernetze im Landkreis erhalten: zwischen den Ortsteilen Seebarn im Osten und Kemnath bei Fuhrn im Westen seien 27 Kabelverzweiger installiert worden. Der Bürgermeister hoffte und wünschte, dass die Nutzer aus dem Stadt- und Gemeindegebiet durch Amplus gut betreut werden - gerade in der Startphase sei ein vertrauensvolles Miteinander wichtig.

"Der Wunsch auf gute Betreuung wird in Erfüllung gehen", versicherte Christof Englmeier, Vorstandsvorsitzender der Amplus AG. Er blickte auf die Bauphase zurück, dankte den beteiligten Firmen und stellte die Zusammenarbeit mit Stadt und Stadtwerken als beispielhaft heraus. So konnte das Breitbandunternehmen bereits vorhandene Leerrohre der Stadtwerke für die Verlegung der Leitungen im größten Teil des Erschließungsgebietes nutzen. "So konnte relativ zügig und schonend gearbeitet werden."

Für Christof Englmeier habe die Stadt Weitblick bei der Ausstattung mit schnellem Internet gezeigt. Insgesamt würden künftig 1948 Adressen Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erhalten. Sechs Adressen im Gewerbegebiet (Bereich "Diendorfer Berg) bekämen eine Glasfaserleitung bis ins Haus und damit Übertragungsraten von mehr als 200 Megabit pro Sekunde.

Als langfristiger Partner


Englmeier erinnerte an die bisherige Zusammenarbeit mit der Stadt Neunburg: Schon seit 2012 werde an der flächendeckenden Erschließung mit schnellem Internet gearbeitet. Diese Partnerschaft solle sich nun fortsetzen - auch über die sieben Vertragsjahre hinaus. "Wir sehen uns als langfristiger Partner, bekräftigte der Vorstandsvorsitzende. Bevor Amplus-Chef Christof Englmeier, Bürgermeister Martin Birner und Stadtwerke-Vertreter Josef Weingärtner per symbolischem Knopfdruck das Glasfasernetz in Betrieb nahmen, empfahl Englmeier allen künftigen Nutzern, bisherige Verträge mit anderen Internet-Anbietern nicht selbst zu kündigen - dies werde durch Amplus geregelt. Vor-Ort-Partner für technischen Service und nötige Hardware sei die Firma FEE.
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