Maria M. Blenninger berichtet im Gerhardinger-Haus über ihre vielfältigen Erfahrungen im ...
„Brücken zu den Flüchtlingen schlagen“

Schwester Christine Gindhart, die Leiterin im Theresia-Gerhardinger-Haus, freute sich über das Interesse an einem Informationsabend "Flüchtlingskinder in unserer Einrichtung". Bild: hfz

Eltern, Verantwortliche einzelner Gruppierungen und das Team des Hauses sowie die Referentin Maria M. Blenninger begrüßte Schwester Christine Gindhart, die Leiterin im Theresia-Gerhardinger-Haus zu einem Informationsabend "Flüchtlingskinder in unserer Einrichtung". Maria M. Blenninger berichtete über ihre vielfältigen Erfahrungen im Bereich Flüchtlingsarbeit und auch von ihrer persönlichen Situation.

Sie arbeitet in einer Jugendgruppe bei Don Bosco. Sie selbst hat zwei Flüchtlingskindern ein Zuhause gegeben, und wie sie sagt, selbst davon profitiert. Es sei immer ein Geben und ein Nehmen. Die Runde beschäftigte sich mit weiteren Themen wie "Warum hat man Angst?" und einer Gruppenarbeit, welche Sprichwörter im übertragenen Sinn behandelte. Zum Thema "Heimat" gab es verschiedene Ansichten. Ist Heimat immer da wo ich bin, oder bleibt die Heimat immer dort wo ich herkomme? Ist Heimat selbstgewählt, ein bestimmter Ort oder nur ein Gefühl? Bedeutet Heimat, wenn ich willkommen bin?

"In einer Stadt ist mehr Heimat für Flüchtlinge als in einem Dorf, wo keiner meine Sprache versteht. In einer Stadt gibt es einen türkischen Laden, da gibt es auch mal Döner und nicht nur Schnitzel. Da finde ich manches, das ich kenne", so Blenninger über ihre Erfahrungen. "Wichtig ist, dass man viele kleine Schritte macht, auch wenn es schief geht.

Und das wichtigste: "Wir schlagen eine Brücke, ihr seid da und wir sind da." Einzelne Teilnehmer berichteten über Erfahrungen und Erkenntnisse, so sei es schwierig Wohnraum für Asylbewerber zu finden, und auch Vorurteile oder einzelne Vorkommnisse gestalten den Alltag problematisch. Klara Wagner, vom Cafe International stellte bei Ihrer Arbeit einen positiven Aspekt besonders hervor: "Es gibt immer so viele, die weitermachen und helfen, das öffnet eine Welt."

Zum Schluss erinnerte die Referentin an die Umstände wie die Flüchtlinge zu uns gekommen sind, welche Hürden sie überwinden mussten. "Meine Tochter Nila kam übers Mittelmeer und sie sagt oft, ohne Engel hätte ich es nicht geschafft." Maria M. Blenninger hat Ihre Erlebnisse in einem Buch aufgeschrieben und ihr Sohn Martin hat die Bilder dazu gemalt. So verarbeitet er seine Eindrücke und Erlebnisse.
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