„Mister Verkehr“ lässt die Straße hinter sich
Polizei verabschiedet Johann Keilhammer in den Ruhestand

Der Leiter der Neunburger Polizeiinspektion, Bernhard Hager (links), machte bei der Verabschiedung von Johann Keilhammer (rechts) deutlich, wie sehr das Engagement des 60-Jährigen um die Sicherheit im Verkehr geschätzt wurde. Bild: pko

Den Namen "Mister Verkehr" hat sich Johann Keilhammer bei der Polizei in Neunburg zu Recht verdient. Seit 1998 sorgte er als Mitarbeiter im Sachgebiet Verkehr für mehr Sicherheit auf dem Schulweg. Am Donnerstag war der letzte Arbeitstag des Polizeioberkommissars.

Mit das Verdienst von Keilhammer ist die erfreuliche Tatsache, dass es in Neunburg seit über 15 Jahren keinen toten Schüler mehr auf dem Schulweg gegeben hat. In einer kleinen Feierstunde wünschten die Kollegen mit ihren persönlichen Geschenken alles Gute für die kommende Zeit. Von Bernhard Hager, dem Leiter der Polizeiinspektion Neunburg, gab es eine Urkunde zum Dank für die geleisteten Dienste.

Der Polizeihauptkommissar würdigte Keilhammer als "wichtige Säule bei der Polizei" und lies seinen Werdegang Revue passieren. Die Bandbreite des Tätigkeitsfeldes von Keilhammer sei als Mitarbeiter im Bereich Verkehr riesengroß gewesen. "Für die Kindergartenkinder bis hin zum Jugendlichen verkörperte er lange Zeit den Polizisten zum Anfassen", sagte Hager. Er sei ein wichtiger Ansprechpartner für Eltern und Bindeglied zu den Behörden gewesen. Der Verkehrserzieher habe stets das Optimale für die Sicherheit auf den Straßen herausgeholt.

Angefangen bei den Vorschulkindern galt sein Wirken dem sicheren Auftreten der Kleinen im Straßenverkehr. Ab den vierten Klassen folgte dann die Jugendverkehrsschule mit der Fahrradausbildung. Daneben übernahm Keilhammer unzählige Elternabende und Vorträge und die Ausbildung der Schülerlotsen. "Ich war das ganze Jahr über gefordert, aber mein Beruf hat mir viel Spaß gemacht", resümierte der künftige Pensionist. Den "toten Winkel" zu verdeutlichen - auch das habe sich bezahlt gemacht, war sich Keilhammer sicher. Eigentlich wollte er Fernsehtechniker werden, ging aber nach der Realschule zur Polizei und wurde 1973 bei der Bereitschaftspolizei Eichstätt eingestellt. Nach einer Zeit bei der Polizei in München oblag Keilhammer ab 1985 der Dienst als Streifenpolizist in Neunburg. Dort übernahm er 1998 den Bereich Verkehrserziehung.

Faible für Elektronik


Seiner großen Leidenschaft, der Elektronik, geschuldet, war er in der Dienststelle Neunburg ein Vorreiter bei der Umstellung auf EDV und einer der Ersten bei der Einführung der Unfallstatistik, die jedes Jahr den Kommunen präsentiert wird.

Zeit für Modelleisenbahn


Mit seiner Ehefrau Anneliese wohnt Keilhammer im Bleihof in Neunburg, wo er sein Elternhaus in ein komplett elektronisch gesteuertes Zuhause umgewandelt hat. Hier steht auch die große Modelleisenbahn, die jetzt nach Herzenslust aufgerüstet werden kann. Positiv bewertete Hager, dass der geschätzte Kollege seine Erfahrung und seinen Enthusiasmus an seinen Nachfolger, Polizeihauptmeister Markus Schlegel, weitergegeben hat, damit die Kinder weiterhin sicher auf den Straßen unterwegs sind.
Für die Kindergartenkinder bis hin zum Jugendlichen verkörperte er lange Zeit den Polizisten zum Anfassen.Inspektionsleiter Bernhard Hager
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