Neuer Hochbehälter in Seebarn eingeweiht
Platz für 300 Kubikmeter Trinkwasser

Stadtpfarrer Stefan Wagner (links) und der evangelische Geistliche Gerhard Beck (rechts) nahmen die Segnung des Hochbehälters Seebarn vor. Klaus Zeiser, Verbandsvorsitzender der Nord-Ost-Gruppe, gab Einblicke in Technik und Bauweise. Bild: pko
 
Beim "Tag der offenen Tür" im Hochbehälter beantwortete Wasserwart Torsten Hergenröther (Mitte) die Fragen der Besucher. Bild: pko

Seit 50 Jahren sorgt der Zweckverband zur Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe rund um die Uhr für einwandfreies Trinkwasser. Ein wichtiger Baustein für die weitere Versorgung mit dem kostbaren Nass erhielt am Sonntag den kirchlichen Segen.

Neunburg-Seebarn. Stadtpfarrer Stefan Wagner freute sich bei der Einweihung des Wasserhochbehälters Seebarn, dass das wertvollste Lebensmittel der Menschen unter Gottes Schutz gestellt wurde. Zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Gerhard Beck nahm er die Segnung vor.

Erstmals in Stahl errichtet


Zum anschließenden "Tag der offenen Tür" kamen trotz Regenschauer viele Seebarner Bürger zum Hochbehälter, um sich anzuschauen, wo ihr Trinkwasser herkommt. Klaus Zeiser informierte die interessierten Besucher, dass der aus Edelstahl bestehende Rundbehälter mit 300 Kubikmetern Fassungsvermögen von April bis August 2011 gebaut worden war. "Wir haben hier den ersten Hochbehälter aus Edelstahl im Landkreis Schwandorf", sagte der Verbandsvorsitzende stolz. Die Abmessungen gab Zeiser mit 8 Metern Durchmesser und 6,20 Metern Höhe an. Boden, Mantel und Dach seien aus vier Millimeter starkem Edelstahlblech vor Ort mit einem vollautomatischen Schweißverfahren gefertigt worden.

Der Hochbehälter sei hermetisch abgeschlossen, die Be- und Entlüftung erfolge über einen Hochleistungsfilter. "Ein automatisches Reinigungssystem gewährleistet eine Reinigung ohne Einsatz von Chemikalien", erachtete Zeiser als großen Vorteil, denn dadurch seien auch die Betriebs- und Wartungskosten gering. Zudem sei Edelstahl hygienisch stabiler, weil wenig Nährboden für Keime da sei und es sich im Kontakt mit Trinkwasser neutral verhalte. Seine glatte Oberfläche beuge Ablagerungen vor und lasse sich leicht reinigen.

Wasser für Seebarn


Das Bauwerk in Seebarn besteht aus einer betonierten Bodenplatte und einem Aufbau aus normalem Mauerwerk. Die Außenwände wurden mit einer ortsüblichen Holzverschalung aus Lärchenholzbrettern verkleidet. Die Dachkonstruktion ist ein Satteldach mit einem Pfettendachstuhl. Die Dacheindeckung erfolgte mit naturroten Flachdachziegeln. Alle Rohrleitungen sowie die Schlosserarbeiten im Inneren wurden ebenfalls in Edelstahl ausgeführt. Die Baukosten betrugen 550 000 Euro, gab Zeiser bekannt. Vor Beginn der Bauarbeiten wurden die Pumpen im Hebewerk erneuert, damit während der Bauzeit die Versorgung des Ortes Seebarn sichergestellt werden konnte. Der Hochbehälter Seebarn hat zur Aufgabe, den Ort zu versorgen und er übernimmt die Rückversorgung eines Teils des vorgelagerten Versorgungsnetzes bei Störfällen.

Für Fragen der Besucher stand Wassermeister Torsten Hergenröther zur Verfügung, der auch erklärte, dass der Wasservorrat im Hochbehälter Seebarn auch im Falle eines Brandes zum Einsatz käme. An der Einweihung des modernen Hochbehälters nahmen auch der Geschäftsführer der Nord-Ost-Gruppe, Werner Schärtl, und sein Vorgänger Georg Keil teil. In dessen Amtszeit war der Hochbehälter in Seebarn gebaut worden.

Hochbehälter SeebarnBauzeit: April bis August 2011; Fassungsvermögen: 300 Kubikmeter.

Abmessungen: Durchmesser 8 Meter, Höhe 6,2 Meter; Material: Edelstahl.

Baukosten: 550 000 Euro. (pko)
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