Nord-Ost-Gruppe macht im Jubiläumsjahr mobil
Radtour auf Spur des Wassers

Erste Etappe der "Wasser-Radtour" war die Aufbereitungsanlage der Nord-Ost-Gruppe in Erzhäuser. Bild: hfz

Auf zwei Rädern ging's zu Tiefbrunnen, Aufbereitungsanlagen und Wasserwerken. Die jüngste Veranstaltung im Jubiläumsjahr "50 Jahre Zweckverband Nord-Ost-Gruppe" brachte die Teilnehmer auf Trab.

Diesmal hatten die Verantwortlichen der Nord-Ost-Gruppe eine besondere Radtour organisiert. Gestartet wurde in Neunburg, über den Rad- und Wanderweg ging es zunächst nach Erzhäuser. Rund 30 Teilnehmer, darunter auch den Bodenwöhrer Bürgermeister Richard Stabl, durfte Verbandsvorsitzender Klaus Zeiser dort zu einer Führung durch die Aufbereitungsanlage begrüßen. In diesem Herzstück der Wasserversorgung erläuterte Mitarbeiter Gerhard Vitzthum die Aufbereitungsschritte von der Entsäuerung, über den Entzug von Eisen und Mangan bis hin zur Filterung. Die recht interessierten Besucher stellten zahlreiche Fragen, die kompetent beantwortet wurden.

Brunnenwasser gegen Durst


Weiter ging es auf den Rädern durch den Postloher Forst zum Brunnen 5 des Zweckverbands. Die Strecke verlief auf dem "Wassererlebnispfad", der von Schwarzenfeld bis nach Cham führt und an verschiedenen Stationen Informationen zur Bodenwöhrer Senke, dem Grundwasser-vorkommen, der Trinkwasserversorgung sowie zum wichtigen Grundwasserschutz bereit hält.

Am Etappenziel erklärten Klaus Zeiser und Gerhard Vitzthum den Aufbau und die Funktionsweise des Brunnens sowie die geologischen Verhältnisse. Ihren Durst konnten die Teilnehmer gleich mit dem Wasser aus dem Brunnen löschen. Dieses muss nicht aufbereitet werden, weil es Trinkwasserqualität hat. Die nächste Etappe führte quer durch die Bodenwöhrer Senke nach Neubäu zum Wasserwerk der Kreiswerke Cham. Auf diesem Teilstück wurden die Radler zwar von einem Regenschauer überrascht, ließen sich aber dadurch nur kurz bremsen.

In Neubäu wurde die Gruppe vom technischen Leiter, Diplom-Ingenieur Johann Aschenbrenner, empfangen, der die Organisation des Kreisunternehmens sowie die Aufbereitungsschritte seiner Anlage erklärte. Besonders aufschlussreich fanden die Teilnehmer seine Ausführungen zur Geologie der Bodenwöhrer Senke. Anhand eines Modells stellte Aschenbrenner ihren geologischen Aufbau, die Entstehung und ihre Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der mittleren Oberpfalz anschaulich dar.

Demnächst Exkursion


Von Neubäu aus ging es per Bus und Radtransportanhänger zurück nach Neunburg. Einige sportliche Teilnehmer strampelten sogar auf den Fahrrädern zurück. Verbandsvorsitzender Klaus Zeiser lud gleich für die nächste Exkursion am Samstag, 23. Juli, ein, die speziell dem Thema "Geologie/Hydrogeologie der Bodenwöhrer Senke" gewidmet ist.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.