Notar informiert beim BBV zum Thema Hofübergabe
Sicher mit Grundbuch

Großes Interesse bestand am Vortrag von Notar Dr. Florian Mächtel (links) zum Thema "Hofübergabe". Bild: rid

Neunburg-Poggersdorf. "Regeln Sie Ihre Sache rechtzeitig!", rät Josef Wittmann den Hofbesitzern. Der Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes wertete den guten Besuch einer Informationsveranstaltung in Poggersdorf als Beweis für die Brisanz des Themas: Notar Dr. Florian Mächtel beantwortete Fragen zur Hofübergabe.

"Lassen Sie sämtliche Rechte ins Grundbuch eintragen", rät der Jurist den Hofinhabern: Wohnrecht, Leibrente, Pflegeverpflichtung, Fahrdienste oder Verköstigung. Durch den Grundbucheintrag seien die Ansprüche dauerhaft gesichert. Ein Ausschluss von Ansprüchen der Schwiegerkinder sei durch einen Erbvertrag möglich.

"Kein Kind hat zu Lebzeiten irgendwelche Ansprüche auf das Vermögen der Eltern", betonte Dr. Florian Mächtel. Die Besitzer seien völlig frei in ihrer Entscheidung, wem sie den Hof vermachen wollen. Eine Beteiligung der weiteren Kinder hält der Notar allerdings für sinnvoll, um den Familienfrieden zu bewahren, Transparenz herzustellen und Pflichtteil-Ergänzungsansprüche zu vermeiden. Fachliche Beratung empfiehlt Dr. Florian Mächtel bei den steuerlichen Angelegenheiten. Durch geschickte Gestaltung lasse sich häufig eine Erbschaftssteuerbelastung vermeiden oder zumindest verringern.

Kann der Staat auf einen übergebenen Hof zugreifen, wenn die Pflegekosten nicht mehr bezahlt werden können? "Ja", sagt der Notar, innerhalb von zehn Jahren nach Übergabe bestehe ein Rückforderungsrecht durch den Sozialhilfeträger. Flankierend zu allen Maßnahmen empfiehlt der Jurist eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.