Schlossparks in Böhmen beeindrucken Reisegruppe
Seltene Edelgehölze

Die Besuchergruppe staunte im Schatten der großen Douglasie über den amerikanischen Park des Schlösschens Lázen. Bild: weu

Neunburg/Schönsee. Die weitläufigen Grünanlagen lösten Staunen aus: Die Parks und Gärten der Schlösser von Bischofteinitz und Lázen standen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Kulturtour des Centrum Bavaria Bohemia und der Akademie für Natur und Industriekultur.

Passend zum Jahresthema "Erde" wurde bei der Fahrt nach Böhmen zunächst der "Amerikanische Park" des Schlösschens Lázen bei Chudenice von der stattlichen Besuchergruppe besichtigt. Die Grafenfamilie Cernin begründete den Park, unter dem auch eine Mineralquelle sprudelt, im Jahr 1842. Hunderte verschiedener Edelgehölze aus Übersee gaben ihm den Namen "Amerikanischer Park". Etwa 60 Jahre später inspirierte das Flair den Komponisten Antonín Dvorák zu Motiven für seine erfolgreichste Oper Rusalka, aus der Reiseleiterin Kamila Spichtinger eine Arie an schattiger Stelle einspielte.

Prunkstück der Parkanlage ist eine über 200 Jahre alte Grüne Douglasie mit einem Stammdurchmesser von 1,3 Metern und einem Umfang von 5,3 Metern. Ihre Borke übersteht sogar Waldbrände. Von einem Aussichtsturm bei Bolfanek genoss die Gruppe einen herrlichen Rundblick über den Böhmerwald und den Oberpfälzer Wald.

Im Schloss Bischofteinitz begeisterten zunächst die noch original eingerichteten Räume. Dann wartete bei schönstem Sommerwetter der 1905 als Landschaftsgarten umgestaltete Schlosspark, dessen Anfänge bis 1550 zurückreichen und der heute 40 Hektar umfasst. Wegen seiner zahlreichen seltenen Bäume und Edelgehölze gehört er zu den bedeutendsten Parks in Westböhmen. Auf dem Gelände versetzten viele seltene Gehölze sogar die Fachleute aus der Besuchergruppe ins Staunen.
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