Seit 69 Jahren Brauch
Geldwäsche im Holzzuber

Neunburg/Seebarn. Am Aschermittwoch war auf dem Seebarner Dorfplatz das traditionelle Geldbeutelauswaschen angesagt. Börsen und Taschen wurden in einem Holzzuber gebürstet, wie es im Dorf seit 69 Jahren der Brauch ist; beim Säubern soll wieder für neues Geld Platz geschaffen werden. Offensichtlich ist auch die Kasse der Stadt Neunburg leer, denn auch Bürgermeister Martin Birner und Stellvertreterin Margit Reichl nutzten die Gelegenheit. Als Wäscheleine diente der Baum am Dorfbrunnen. Die Zeit, bis die Geldbörsen trockneten, wurde zu einer Brotzeit mit Bratheringen, gekochten Kartoffeln, Käse und Eiern genutzt. Ein Holzofen war als Aufwärmstation sehr beliebt. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Alfred Zwicknagel mit seiner Gitarre.

Wie es seit Jahren der Brauch ist, wurden die vorbeifahrenden Autofahrer "abkassiert"; dafür erhielten sie einen Krapfen zur Stärkung.
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