Seniorenbeirat beklagt Verschmutzung in öffentlichen Anlagen - Bis zu 500 Euro Bußgeld
Hundekot und Kippen sind ein Ärgernis

Die Häufchen "zieren" Wege und Grünanlagen, und die Reste von Glimmstängeln werden ohne Rücksicht weggeworfen. Die Verunreinigung öffentlicher Anlagen durch Zigarettenkippen und Hundekot hat jetzt der Seniorenbeirat thematisiert.

Mehrere Mitglieder des Gremiums schilderten, dass sie sowohl in öffentlichen Anlagen als auch auf häufig genutzten Spazierwegen in und um Neunburg immer wieder feststellen, dass nicht nur Kippen achtlos weggeworfen, sondern auch Hundekot "in auffallendem Umfang" von den Tierhaltern nicht beseitigt wird. Laut einer Pressemitteilung des Seniorenbeirats klagten zudem Landwirte, dass Hunde auf landwirtschaftlich genutzten Flächen frei herumlaufen und nicht von ihren Besitzern angeleint werden. Auch das führe zu Verunreinigungen.

Der Seniorenbeirat appelliert deshalb an die Hundehalter, ihrer Pflicht zur Beseitigung der Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge nachzukommen. Die Stadt Neunburg hat seit Jahren an vielen Plätzen Behälter mit Plastiktüten zur Entsorgung der Häufchen aufgestellt. Auch Abfallcontainer für die benutzten Tüten sind meist nicht weit. Wer also selbst nicht entsprechend ausgerüstet ist für den Spaziergang mit seinem "Zamperl", darf und soll sich dort bedienen.

Laut Stadtverwaltung dient die Einhaltung dieser Verpflichtung nicht nur der Sauberkeit und Hygiene. Es sei auch ein wesentlicher Beitrag für die Akzeptanz der Hundehaltung, die mehr als nur ein Hobby einiger Tierliebhabern ist. Viele Menschen halten sich unter anderem auch aus gesundheitlichen Gründen einen Hund, oft ist das Tier für die persönlichen Sicherheit notwendig (Blindenhunde), oder es stellt einen wichtigen Wegbegleiter für alleinlebende Menschen da.

Die Vermeidung von Verschmutzung landwirtschaftlicher Flächen sei ganz besonders zu beachten, appellierte der Seniorenbeirat. Hundekot verbreite Krankheitserreger (Neospora caninum), die zu Verlusten in der Rinderhaltung führen können. Diese Gefahr werde zwar häufig überschätzt, da sie nur von Hunden ausgehen kann, die Zugang zu angestecktem Rindergewebe (zum Beispiel rohes Fleisch oder Nachgeburten) haben. Zudem müsse ein Rind, um zu erkranken, eine große Menge solcher infizierter Hundeexkremente aufnehmen.

Unabhängig davon sei es aber ein untragbarer Zustand, wenn Wiesen oder andere Flächen, die der Tierfuttergewinnung dienen, durch Hundekot verdreckt werden. Jeder Verbraucher erwarte, dass Tierfutter frei von Hundekot gewonnen werden kann. Gerade in dieser Hinsicht seien Hundehalter gefordert, ihre Vierbeiner nicht unkontrolliert auf Feldern und Wiesen umherlaufen zu laufen.

Bei Zuwiderhandlung kann die Gemeinde auch Bußgelder bis zu 500 Euro verhängen. Es wäre schade, wenn sich die Stadt Neunburg gezwungen sehen müsste, besondere Kontrollen einzuführen, so die Mitglieder des Seniorenbeirates.
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