Stadt Neunburg gibt Finanzhilfe auf Weg zum Eigenheim
Spezial-Kindergeld für Bauherrn

Jungen Familien, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen wollen, greift die Stadt Neunburg seit mehreren Jahren finanziell unter die Arme. Pro kleinem Häuslebauer bis zum Alter von 14 Jahren gibt es 5000 Euro Zuschuss. Archivbild: Hartl
 

Mit Blick auf die Zukunft gilt jungen Familien in Neunburg das besondere Augenmerk der Stadtverwaltung. Ein Indiz dafür ist das "Baukindergeld", das den Traum vom Eigenheim mit 5000 Euro pro Kind unterstützt. Rund 450 000 Euro an Zuschüssen sind bisher ausbezahlt worden.

"Das hat sich voll bewährt", zieht Bürgermeister Martin Birner eine Bilanz. Seit 1. Januar 2009 hat der Stadtrat das "Programm zur Förderung des Wohnbaus für Familien mit Kindern" aufgelegt. "Wir wollten einen Anreiz schaffen, damit sich junge Familien bei uns ansiedeln und bauen", erinnert sich Birner, der damals zwar noch nicht Bürgermeister war, aber als Stadtrat mit die Weichen für dieses Spezial-Förderprogramm stellte.

Seither unterstützt die Stadt den Erwerb von Baugrundstücken, wenn diese innerhalb von vier Jahren mit einem Haus bebaut und selbst bezogen werden. Pro Kind bis 14 Jahren gibt es einen einmaligen Zuschuss von 5000 Euro. Für Nachwuchs der in den nächsten zehn Jahren noch dazukommt, gibt es die gleiche Summe pro Kind. Der nötige Förderantrag kann auf der Homepage der Stadt Neunburg abgerufen werden. Der Bürgermeister sieht im Baukindergeld auch eine Art Alleinstellungsmerkmal für Neunburg: "Es finden sich nicht viele Kommunen im Umkreis, die so etwas bieten können."

Auch beim Häuser-Kauf


Zu Jahresbeginn 2013 ist das Förderprogramm erweitert worden. Seither wird ein Baukindergeld - dieser Begriff hat sich in Neunburg schnell durchgesetzt - auch beim Kauf eines bestehenden Wohnhauses gewährt. Hier ist der Zuschuss gestaffelt: Wurde die Immobilie bereits vor 1971 errichtet, bleibt es bei 5000 Euro pro Kind. Bei Häusern, die vor 1981 errichtet wurden, ist die Finanzspritze mit 2500 Euro dosiert. "Schließlich kosten eventuelle Sanierungen ja doch ein ganzes Stück Geld", erklärt der Bürgermeister diesen Schritt.

Seit dem vergangenen Jahren zahlt die Stadt auch beim Erwerb oder der Übertragung von Eigentumswohnungen mit. Dafür ist ein Betrag von 1250 Euro je Kind für Wohnungen mit Baujahr zwischen 1971 und '80 in Aussicht. 2500 Euro erhalten junge Familien für Wohnungen, die vor 1970 errichtet wurden.

60 Baulücken geschlossen


Mit der Ausweitung des Förderprogramms auf Immobilien und Wohnungen verfolgt die Stadt ein weiteres Ziel: die Nachnutzung von Gebäuden unterstützen und damit Leerstände verhindern. Außerdem sollte ein Anreiz geboten werden, um Baulücken im Innerortsbereich zu schließen. Für den Bürgermeister steht fest, dass diese Rechnung aufgegangen ist: Von etwa 230 im Jahr 2010 verzeichneten Baulücken sind mittlerweile 60 bebaut.

Das Programm ist der Stadt eine Menge wert: Bisher sind rund 450 000 Euro Zuschüsse an bauwillige Familien im Gemeindegebiet ausbezahlt worden. Auch heuer sind im Haushalt Gelder in Höhe von 130 000 Euro für das Baukindergeld eingeplant. Der Stadtrat hat bereits im Vorjahr ein Zeichen gesetzt und die Laufzeit des Programms bis ins Jahr 2020 verlängert.

"Das Familienförderprogramm ist ein voller Erfolg", zieht Bürgermeister Birner nach sieben Jahren Laufzeit Bilanz. Die Stadt setze dafür zwar erhebliche Mittel ein - "doch der Aufwand zahlt sich auf vielfältige Weise aus". Von den jungen Familien profitierten Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, durch den Einkauf vor Ort habe auch der örtliche Einzelhandel etwas davon. Es sei damals die "absolute richtige Entscheidung" gewesen, ein solches Programm aufzulegen, sagt Birner.

Infos

Zuständiger Ansprechpartner für das Förderprogramm ist im Rathaus der geschäftsleitende Beamte Peter Hartl, Telefon 09672/9208426, E-Mail peter.hartl@neunburg.de

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1 Kommentar
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Petra Graber aus Altendorf | 15.05.2016 | 17:28  
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