Trinkwasser kostet viel Einsatz

Vorsitzender Klaus Zeiser (rechts) und Geschäftsführer Werner Schärtl freuen sich über die Neubesetzung des Rechnungsprüfungsausschusses. Bürgermeister Martin Prey (Zweiter von links) übernimmt den Vorsitz, neue Stellvertreterin ist Bürgermeisterin Sonja Meier. Bild: weu

Die Verbandsräte hörten von einem Wirtschaftsjahr, das die Erwartungen übertraf, und bekamen einen ersten Ausblick auf die Sanierung der Wasserleitungen. Aber auch das eigene Jubiläum rückte beim Zweckverband Nord-Ost-Gruppe noch einmal in den Fokus.

Das Gedenken an den verstorbenen Bürgermeister Alois Böhm, der als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses der Nord-Ost-Gruppe fungiert hatte, läutete die Verbandsversammlung im Gasthaus "Alter Wirt" in Bach ein. Unter der Leitung von Verbandsvorsitzendem Klaus Zeiser wurde Bürgermeisterin Sonja Meier (Winklarn) neu in den Prüfungsausschuss berufen. Zum neuen Vorsitzenden bestimmte das Gremium Bürgermeister Martin Prey (Niedermurach), dessen künftige Stellvertreterin ist Sonja Meier.

Verlust deutlich kleiner


Anschließend nahmen die Verbandsräte den Jahresabschluss 2015 zur Kenntnis. Die Bilanz in Aktiva und Passiva beläuft sich auf gut elf Millionen Euro, der Jahresverlust beträgt 33 000 Euro (Vorjahr: 93 000 Euro). Investitionsprojekte in Höhe von 711 000 Euro wurden aktiviert. Insgesamt sei das Wirtschaftsjahr besser gelaufen als geplant, stellte Zeiser fest, man sei von einem Jahresverlust von 200 000 Euro ausgegangen. Für die Rechnungsprüfer berichtete Bürgermeister Martin Prey von einer "hervorragend geführten Kasse". Es sei wirtschaftlich gearbeitet worden, die stichpunktartige Einzelbelegprüfung habe keine Unregelmäßigkeiten aufgewiesen.

Den Wirtschaftsplan 2017 stellte Geschäftsführer Werner Schärtl vor. Er schließt im Erfolgsplan in den Einnahmen und Ausgaben mit 1,74 Millionen Euro und im Vermögensplan mit 860 000 Euro. Zur Finanzierung der geplanten Maßnahmen erfolgt eine Rücklagenentnahme (143 000 Euro) sowie eine Kreditaufnahme (500 000 Euro). Da das Tagesgeldkonto (370 000 Euro) und der Bausparer (500 000 Euro) mehr Zinsen einbringen, werden diese nicht angegriffen. Die Haushaltssatzung zum Wirtschaftsplan wurde einstimmig gebilligt. Klaus Zeiser informierte noch, dass die Nord-Ost-Gruppe schon immer der Umsatzbesteuerung unterlegen war, deren Neuregelung habe daher keine Auswirkungen auf den Zweckverband.

Ins rechte Licht gerückt


Anschließend ließt Zeiser mit Bildern viele Investitionen Revue passieren, die heuer erledigt oder begonnen wurden und zeigte den Räten das breitgefächerte Engagement auf, um im Verbandsgebiet Pumpen und Brunnen auf dem neuesten Stand zu halten und weitere Baugebiete zu erschließen. Nicht ohne Stolz blickte er auf das 50-jährige Jubiläum zurück, das mit der Festschrift und einem ansprechenden Programm das ganze Jahr hindurch die Wasserversorgung in den richtigen Blickwinkel gerückt hatte. Zeiser dankte allen Mitarbeitern für das besondere Engagement, das zu einer glanzvollen Festveranstaltung im Oktober in der Schwarzachtalhalle geführt hat.

Der Verbandsvorsitzende gab noch Informationen zur Erarbeitung eines Gutachtens über den Zustand des Wasserleitungssystems, dessen rund 400 Kilometer lange Leitungen zum Teil sehr alt seien. Das Ingenieurbüro Weiß & Partner werde Anfang nächsten Jahres die Ergebnisse mitteilen. In den nächsten Jahren werde man um eine Sanierung nicht herumkommen, die dann über die Verbrauchsgebühr abgerechnet werden müsse, so Zeiser. Zum Schluss der Versammlung war es dem stellvertretenden Vorsitzenden Maximilian Beer ein Anliegen, Klaus Zeiser zu danken. "Der Zweckverband ist nicht zuletzt durch dein ehrenamtliches Engagement so gut aufgestellt", betonte er.

PersonellesWie Zweckverbandsvorsitzender Klaus berichtete, befinde sich Mitarbeiter Johannes Brunner gegenwärtig auf einem Vorbereitungslehrgang zum Wassermeister, der im Februar nächsten Jahres endet. Geplant sei, die Tätigkeiten künftig auf beide Wassermeister aufzuteilen. Nicht einfach gestalte sich die Suche nach möglichen zwei Auszubildenden, der Zweckverband werde wohl nur einen einstellen können. Abschließend informierte Zeiser die Räte noch über die Anschaffung eines neuen Transporters. (weu)
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