Über 300 Teilnehmer beim Oberpfälzer Schützentag
Bewahrer bayerischer Lebensart

Die neuen Ehrenmitglieder des OSB im Kreise der Gratulanten: (von rechts) OSB-Präsident Franz Brunner, Bürgermeister Martin Birner, Wolfgang Moll (Sulzbach-Rosenberg), BLSV-Präsident Günther Lommer, Erich Zerbian (Nabburg), OSB-Vizepräsidnet Franz Irrgang, Ministerin Emilia Müller, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Altlandrat Volker Liedke. Bild: dl

Einen würdigen Rahmen bescherte der Schützengau Neunburg den Teilnehmern beim 69. Delegiertentag des Oberpfälzer Schützenbundes. Über 300 Schießsportler und Ehrengäste versammelten sich in der Schwarzachtalhalle.

Einen Höhepunkt bildete am Sonntag der Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Josef mit Stadtpfarrer Stefan Wagner. Die Stadtkapelle unter der Leitung von Markus Held begleitete die Feierlichkeiten musikalisch. Beim Festzug zur Halle marschierte ein Tross von Schützen, Würdenträgern und Fahnenabordnungen durch die Altstadt. Am Torweiher wurde der Festzug lautstark durch Böllerschützen aus Rötz und Dieterskirchen empfangen.

Aus Sport und Politik


Den offiziellen Auftakt des Schützentages bildete der Einzug der Fahnenabordnungen, Würdenträger und die Begrüßung durch Gauschützenmeister Robert Heller. Franz Brunner, Präsident des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB), eröffnete den Schützentag, zu dem zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Sport nach Neunburg kamen. Darunter auch die OSB-Ehrenpräsidenten Günther Dinnebier und Herbert Stattnik.

Bürgermeister Martin Birner lobte die tolle Vorbereitung durch den Schützengau. Er verwies auf die 1000-Jahr-Feier im nächsten Jahr und betonte, dass es dazu sogar eine Sonderbriefmarke gibt. Bezirkstagspräsident Franz Löffler ging auf die Rolle von Tradition und Brauchtum in der Gesellschaft ein. Er lobte den sportlichen und kulturellen Stellenwert der OSB-Schützen und deren zukunftsorientierte Jugendarbeit.

Emilia Müller, Bayerns Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, hob den Zusammenhalt der Schützenvereine und die Wertschätzung ihrer Aktivitäten hervor. Für eine lebendige Kultur des Ehrenamtes engagieren sich in Bayern 47 Prozent der Bürger. Ihre Arbeit werde mit Innovationspreis, Ehrenamtsnachweis und Ehrenamtskarte gewürdigt. Diese Menschen seien "der Kit in unserer Gesellschaft". Bayern habe ein lebendiges, engagiertes, soziales Gesicht, so Müller. "Wer ihm in die Augen schauen will, muss hierher zu den Schützen in die Oberpfalz kommen." Die Schützen pflegen die bayerische Identität und seien Bewahrer von Tradition und Lebensart.

Hannelore Lange, Vizepräsidentin des Deutschen Schützenbundes (DSB), hob die Leistung der Schützen bei Olympia hervor. Die Erfolg in Rio habe für eine neue Motivation und einen Aufwind gesorgt, der sich bei den Deutschen Meisterschaften in München, Dortmund und Hannover in allen Disziplinen bemerkbar gemacht hätte. Sie appellierte an die Verantwortlichen, Vorschriften einzuhalten und besonders auf die Aufbewahrung von Waffen zu achten. Die Grüße der anwesenden Landesverbände (Bayern, Pfalz, Nord-West, Westfalen, Württemberg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg) übermittelte Landesschützenmeister Roland Wittmer vom Badischen Sportschützenverband.

Verdienste gewürdigt


Für Erfolge bei den Europa- und Deutschen Meisterschaften übergaben Landessportleiter Ludwig Mayer und Präsident Franz Brunner Geschenke an Sportler des OSB. Mit Auszeichnungen wurden verdiente Mitglieder geehrt. Die ehemaligen Gauschützenmeister Erich Zerbian von Hubertus Knölling (Gau Nabburg) und Wolfgang Moll von Tell Vilseck (Gau Sulzbach-Rosenberg) wurden zu Ehrenmitgliedern des OSB ernannt. MdB Marianne Schieder (SPD) und Landrat Thomas Ebeling gratulierten und dankten für das ehrenamtliche Engagement und die Bereicherung des kulturellen Lebens.

Bayern hat ein lebendiges, engagiertes und soziales Gesicht. Wer ihm in die Augen schauen will, muss hierher zu den Schützen in die Oberpfalz kommen.Staatsministerin Emilia Müller
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