Von Tombola bis Konzert: Orgelbauverein treibt Projekt voran
Viele Ideen für die neue Orgel

Als ausgebildetem Organisten ist Stadtpfarrer Stefan Wagner der schlechte Zustand der Kirchenorgel ein Dorn im Auge. Bilder: agr (2)
 
Marianne Deml, Vorsitzende des Orgelbauvereins.

Damit in der Pfarrgemeinde die Kirchenmusik weiter eine bedeutende Rolle spielen kann, macht sich der Orgelbauverein Sankt Josef für eine neue Kirchenorgel stark. Heuer soll die Spenden-Marke von 100 000 Euro geknackt werden.

Seit 2012 setzt sich der Verein für die finanzielle und ideelle Förderung einer neuen Kirchenorgel ein. Dem aktuellen Instrument stellte Gerhard Siegl, Orgelsachverständiger der Diözese, in einem Gutachten ein schlechtes Zeugnis aus: "Zu klein und klanglich zu schwach." Darüber hinaus weise die Orgel schwere Dispositionsfehler und eine teilweise mangelhafte Intonation auf. Viele Pfeifen seien beschädigt und verstimmt.

In seiner Untersuchung aus dem Jahr 2013 kam der Experte zu einer klaren Empfehlung: "Der Zustand rechtfertigt keine großen Reparaturen." Die Kosten für Abbau, Reinigung, Überholung, Beseitigung aller Defekte sowie für den Wiederaufbau würden den Wert des Instruments deutlich übersteigen. Daher komme nach seiner Einschätzung nur ein Orgel-Neubau als einzig sinnvolle Lösung in Betracht.

Auf dem Weg zum neuen Instrument hat der Orgelbauverein bereits einige Bausteine gesetzt, seit 2015 steht Marianne Deml diesem Kreis vor. In einem Interview mit dem NT beleuchtet sie die Tätigkeit der Gruppierung.

Was hat Sie dazu bewogen, vor einem Jahr das Amt der Vorsitzenden zu übernehmen?

Marianne Deml: "Der Gründungsvorsitzende Peter Wilhelm ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Er hat mich gebeten, diese Verantwortung zu übernehmen und bei der Jahreshauptversammlung 2015 wurde ich gewählt. Ich stehe voller Überzeugung hinter der Anschaffung einer neuen Orgel und will dazu im Rahmen meiner Möglichkeiten einen Beitrag leisten."

Welche Aufgabenstellung haben Sie in dieser Interessengemeinschaft?

"Zweck des Vereins ist die finanzielle und ideelle Förderung der Anschaffung einer neuen Orgel für die Pfarrkirche Sankt Josef. Die erforderlichen finanziellen Mittel werden durch Beiträge der Mitglieder, Sammeln von Spenden und Erlöse von Veranstaltungen erbracht. Ich will für das Orgelprojekt werben, auch um die Wertschätzung für die Kirchen- und Orgelmusik zu steigern."

Mit welchen Kosten für die neue Kirchenorgel rechnet der Verein?

"Der Orgelumbau wird in Koordination mit der Kirchensanierung ausgeschrieben. Die Entscheidungsbefugnis hierfür liegt bei der Kirchenverwaltung. Der Orgelsachverständige Gerhard Siegl geht davon aus, dass eine neue Orgel, die auch den Innenraum der neuen Kirche mit guter Akustik erfüllt, mit rund 600 000 Euro zu veranschlagen ist."

Sie wollen heuer noch mit ihrem Team die 100 000-Euro-Marke überschreiten. Welche Aktionen und Vorhaben sind da in Planung?

"Wir werden wieder eine Tombola für das Pfarrfest am 18. September vorbereiten. Ein Veranstaltungshöhepunkt wird das Konzert ,Es gibt kein Bier auf Hawaii' mit dem Renner-Ensemble am Sonntag, 23. Oktober, im Pfarrsaal sein. Dazu bieten wir besondere Schmankerl mit und zum Bier an. Nach den guten Erfahrungen im vergangenen Jahr werden wir am Kirchweihfest wieder Küchl anbieten und in der Vorweihnachtszeit Weihnachtskarten mit Neunburger Motiven verkaufen. Zum Johannistag am 26. Dezember bieten wir gesegneten Johanniswein zum Kauf an."

Nach welchem zeitlichen Ablauf könnte ihrer Meinung nach die neue Kirchenorgel zum Klingen gebracht werden?

"Der Zeitpunkt der Einweihung hängt zum einen von der Genehmigung der Kirchenrenovierung und vom entsprechenden Baufortschritt ab. Des Weiteren müssen die notwendigen Finanzmittel vom Orgelbauverein und der Kirchenverwaltung zur Verfügung stehen und die Fördermittel von der Diözese und der Stadt Neunburg genehmigt sein. Ein genaues Datum kann ich leider noch nicht nennen."

SpendenSpenden nimmt der Orgelbauverein Sankt Josef entgegen: IBAN DE51 7505 1040 0031 2533 21. Sobald das Vorhaben finanziell gesichert ist, wird sich der Förderverein auflösen.
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